So schätzt ein Politikwissenschaftler Rot-Grün-Rot in Bremen ein

 

Andreas Bovenschulte ist zum neuen Bürgermeister Bremens gewählt worden. Der Sozialdemokrat ist damit Regierungschef der neuen rot-grün-roten Koalition. Für das kleinste Bundesland ist das Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei eine Premiere: Es ist die erste Landesregierung in dieser Form in einem westdeutschen Bundesland.

 

Wie ein Politikwissenschaftler die neue Regierung einschätzt, dazu mehr im Video.

 

47 Stimmen

 

47 der 82 anwesenden Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft stimmten für Andreas Bovenschulte. Es gab 35 Nein-Stimmen und keine Enthaltung. Der 54-Jährige ist Jurist und langjähriger Bürgermeister der niedersächsischen Gemeinde Weyhe. Hier erfahren Sie, welchen Herausforderungen er sich nun als Bürgermeister stellt.

 

Neue Senatoren, neue Ressorts

 

So sieht die Aufteilung der Ressorts aus: Die SPD erhält vier Senatorenposten: Inneres, Wissenschaft (und Häfen), Kinder (und Bildung) sowie Kultur. Die Grünen drei: Umwelt (sowie Bau und Verkehr), Soziales und Finanzen. Die Linken erhalten zwei Posten: Wirtschaft (und Arbeit) sowie Gesundheit (und Frauen). Das Bündnis kommt zustande, obwohl die SPD am 26. Mai bei der Bürgerschaftswahl erhebliche Verluste hinnehmen musste. Die CDU wurde erstmal seit über 70 Jahren stärkste Kraft. Die Grünen hatten sich gegen eine Jamaika-Koalition mit CDU und FDP entschieden und mit SPD und Linken verhandelt.

 

Thees Jagels / Roland Rickelmann

 

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