650 Euro futsch – Familienvater ahnte nichts


Christian Corduan wollte im Internet einen Kaffeevollautomaten bestellen. Der 40-Jährige recherchierte bei Google und fand unter den ersten Suchergebnissen das Portal kafelia.de. Ein Fake-Shop, wie sich später herausstellte. Für die Ware überwies er 650 Euro auf ein Onlinekonto in Berlin. Was Christian aber nicht wusste: Sein Geld landete auf einem Konto mit geklauten Namen. Und geliefert wurde nichts.

„Die Seite sah aus wie jede andere auch“


Dass es sich um keinen richtigen Shop handelte, davon ahnte der Montage-Werker nichts. „Da war alles da. Und alles war auf Deutsch, auch das Impressum. Die Seite sah aus wie jede andere auch“, sagt der Betrogene. Er fiel auf ein betrügerisches Portal neuer Machart rein: Alles in Hochglanz, aber leider alles fake! Wie Sie sich vor dreisten Online-Betrügern schützen können, das erfahren Sie im Video.

Die Bank kann ihm nicht helfen

Christian Corduan rief bei der Polizei an, erstattete Anzeige. Bei seiner Bank versuchte er, an die 650 Euro zu gelangen. Doch das war nicht möglich: Innerhalb von 24 Stunden nach der Überweisung könne man das Geld leider nicht zurückholen.

Fake-Seiten verschwinden schnell und tauchen dann wieder auf


Hinter den falschen Internetshops stecken oft organisierte Banden. Im Fall rund um die Homepage kafelia.de klauten die Täter Daten von einer seriösen Firma in Osnabrück. Name, Adresse, Online-Angebot, und sogar der Briefkopf bei der Rechnung – alles gestohlen. Matthias Eichler vom Landeskriminalamt Niedersachsen kennt diese Masche: „Es gibt Seiten, die sind schon nach 24 Stunden wieder offline, aber offenkundig scheint es sich dann für die Betrüger in der Masse zu rechnen. Dass vielleicht 100, 200, oder 2000 Leute für eine kleine Summe oder für eine hohe Summe etwas bestellt haben“, berichtet er. Die Täter würden anschließend auf neuen Seiten ihre Geschäfte fortsetzen.

Die Betrüger sind umtriebig


Als die kafelia-Seite in Tschechien gesperrt wird, entdeckt Christian Corduan vier Tage später exakt die gleiche Seite im Internet – mit demselben Impressum und Angebot. Nur der Name ist neu: kafelo statt kafelia. Auch diese Seite ist mittlerweile enttarnt worden. Der 40-Jährige geht mittlerweile für größere Besorgungen für sich und seine Familie ins Kaufhaus. Wie bei seinem Kaffeevollautomaten, den er in der Zwischenzeit ganz klassisch in einem Warenhaus in Hannover gekauft hat.

Betrug im Internet
Mag ich