Neue Corona-Regeln: Deshalb hinkt Hamburg hinterher

 

Während der Nachbar und Ministerpräsident Daniel Günther den Schleswig-Holsteinern schon konkret verkündet, dass sie am 18. Mai wieder Hotels, Restaurants, Fitnessstudios und Fahrschulen unter Auflagen nutzen dürfen, geht es in Hamburg deutlich langsamer zu. Denn in der Hansestadt wird vor Dienstag nichts Konkretes beschlossen, aber warum dauert das eigentlich im nördlichsten Stadtstaat alles so lange?

 

Andere Länder, andere Arbeitsabläufe

 

Die Bundesländer dürfen nach der Bund-Länder-Beratung vom Mittwoch unterschiedliche Wege gehen. Deshalb  sind die Maßnahmen und auch die Zeitpunkte der Aufhebung einzelner Corona-Beschränkungen von Land zu Land verschieden. So hat die Jamaika-Koalition Schleswig-Holstein bereits gestern bis eine halbe Stunde nach Mitternacht sechs Stunden lang den Öffnungsfahrplan beraten. In Hamburg allerdings tagt der Senat regelmäßig dienstags und hier wird auch erst dann über weitere Lockerungen entschieden.

 

Hamburg will sich vor Prozessen schützen

 

Das heißt aber nicht, dass Hamburg bis Dienstag tatenlos bleibt, aber das Bundesland geht besonders gründlich und vorsichtig vor. „Da alles zueinander passen muss und es keine Unplausibilitäten gibt, die zum Beispiel Anlass für Gerichtsverfahren bieten, müssen die Fachbehörden sich gut untereinander abstimmen“, so der Senatssprecher Marcel Schweitzer auf Anfrage von RTL Nord.

Erst dann soll alles in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Und wie in Schleswig-Holstein wird auch in Hamburg außerhalb der üblichen Zeiten gearbeitet, verdeutlicht Schweitzer: „Die Behörden werden also auch übers Wochenende daran arbeiten, damit wir am Dienstag alle Fragen beantworten können.“

 

Hamburger können in den Nachbarländern Essen gehen

 

Während sich also die Hamburger erst noch auf einen zukünftigen Besuch im Restaurant freuen dürfen, können sie bei den Nachbarn in Schleswig-Holsteiner für den 18. Mai unter Auflagen einen Tisch reservieren. Bei den südlichen Nachbarn in Niedersachsen geht das sogar schon ab kommendem Montag.

Ministerpräsident Daniel Günther
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