Nachhaltiges Einkaufen: Wie Sie beim Essen die Umwelt retten können

 

Mit nachhaltigen Ideen die Welt verbessern - genau das treibt einige Norddeutsche an und genau das finden wir von RTL Nord vorbildlich und berichten in unserer Nachhaltigkeits-Serie über norddeutsche Unternehmer und Unternehmerinnen, die mehr im Sinn haben, als Gewinnmaximierung.

 

Wie das Start-Up „Ein Stück Land“ aus Hamburg es schafft, Tiere erst zu schlachten, wenn sie komplett verwertet werden können, und sie dann nachhaltig zum Kunden zu bringen, sehen Sie im Video.

 

„Frischepost“: Der Online-Hofladen

 

Auch das Unternehmen „Frischepost“ arbeitet nachhaltig: Es werden nur die Produkte auf den Höfen geerntet, die Kunden vorher online bestellt haben. Zusammen mit einer Freundin hat Firmeninhaberin Jule Willing das Unternehmen 2016 gegründet. Sie arbeiten mit verschiedenen Lieferanten aus der Region zusammen, der Kunde kann sich online selbst eine Kiste mit Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukte bis hin zu Backwaren zusammenstellen.

 

Warum ist regional einkaufen so wichtig?

 

Kürzere Transportwege bedeuten weniger CO2-Ausstoß. Außerdem ist ein Produkt auch gesünder und schmeckt besser, wenn es direkt geerntet und frisch verzehrt werden kann. Außerdem wollen die Firmeninhaberinnen von Frischepost die regionalen Produzenten unterstützen, die hier vor Ort in Norddeutschland noch sehr nachhaltig ihre Produkte erzeugen.

 

Regionale Erzeuger unterstützen ist teurer

 

Allein in Schleswig-Holstein haben seit 2010 über 1600 Höfe dicht gemacht, denn der Nachwuchs fehlt, die Konkurrenz und der Preisdruck durch industrielle Großbetriebe ist immens. Als Kunde muss man deshalb für die Produkte von Frischepost auch etwas tiefer in die Tasche greifen. 500 Gramm Tomaten kosten zurzeit etwa 4 Euro – zum Vergleich: Im Supermarkt zahlt man dafür rund 2,50 Euro.

 

Nachfrage an Nachhaltigen Produkten steigt

 

Trotzdem, das Geschäft mit den ökologisch produzierten Lebensmitteln aus der Region boomt, weil vielen Kunden Nachhaltigkeit inzwischen wichtiger ist als billige Lebensmittel vom Discounter. Auch „Ein Stück Land“ hat sein Sortiment vor Kurzem erweitert und bietet neben Rind jetzt auch Schwein und Geflügel an. „Letztendlich verdienen wir in der ganzen Kette noch am wenigsten, uns ist aber wichtig, dass gerade der Landwirt und der Schlachter das kriegen, was sie verdienen, das war ja unser Konzept“, erklärt Unternehmer Hinrich Carstensen. Auch bei Frischepost steht neben dem Profit vor allem die Nachhaltigkeit ihrer Unternehmen im Vordergrund. Oder wie es Jule Willing formuliert, wenn sie etwas tut, dann soll es "Enkel tauglich" sein.

 

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit

 

Im ersten Teil unserer Serie zeigen wir, wie Mode aus recyceltem Meeresmüll und PET-Flaschen aussieht

 

Linda Mürtz / Nicole Ide

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