Nach mehrfachem Leichenteilfund: Ermittler präsentieren wichtiges Beweisstück


Vor knapp über drei Jahren ist die Prostituierte Maria A. in Hamburg ermordet worden. Nach ihrem Verschwinden wurden in den darauffolgenden Tagen immer wieder Leichenteile von ihr in Hamburger Gewässern gefunden. Nun gibt es ein T-Shirt, das zwar schon damals in der Nähe des Elbufers gefunden wurde, aber heute eine neue Wichtigkeit erhält.

Warum die Ermittler erst jetzt damit an die Öffentlichkeit gehen, das erzählen wir Ihnen im Video!

Altes Beweisstück bekommt neue Wichtigkeit

Die Ermittler sind sich sicher, dass ein im Hamburger Stadtteil Rissen gefundenes T-Shirt eine wichtige Spur zum mutmaßlichen Täter liefern könnte. An diesem sind DNA-Spuren des Opfers sowie einer männlichen Person gefunden worden.

Im August 2017 verschwand Maria A.

Es ist der 1. August 2017, als Maria A. zuletzt auf dem Hamburger Hansaplatz gesehen wird. Sie ist bekannt unter dem Namen „Rosa“ und arbeitet als Prostituierte. Damals hält die 48-Jährige die Hand eines mutmaßlichen Freiers und geht mit ihm in Richtung des Hauptbahnhofs – danach verliert sich ihre Spur. In den darauffolgenden Tagen werden immer wieder Leichenteile von Maria A. in Hamburg entdeckt – in der Alster, in Kanälen und am Elbstrand. 


Fahndungsbriefkasten soll entscheidende Hinweise geben

Fast ein Jahr später, im August 2018, installiert die Polizei einen Fahndungsbriefkasten am Hansaplatz, damit jeder, der Hinweise hat, diese einwerfen kann. Denn von dem Mann und mutmaßlichen Mörder, mit dem Maria A. zuletzt gesehen wurde, gibt es nur wenige Angaben. Er soll eine sehr kräftige Statur haben und zwischen 50 und 55 Jahren sein. Zudem sei er mutmaßlich osteuropäischer Herkunft und trug neben einer Kopfbedeckung auch eine blaue Oberbekleidung, hatte außerdem eine Plastiktüte bei sich. Von dem Briefkasten erhofft, dass die Anonymität mehr Hinweisgeber locken würde, zum Beispiel Familienväter, die ebenfalls zu Prostituierten gehen und ihre Identität nicht preisgeben wollen. Den entscheidenden Hinweis gab es aber auch hier nicht.

Polizei bittet um Mithilfe


Der unten zu sehende QR-Code führt zu den bisherigen Erkenntnissen der Polizei in dem Fall. Für Hinweise, die zum Täter führen könnten, hat die Polizei eine Belohnung von 5.000 Euro festgelegt.

 

Kai Bülter

 

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