Nach Geisterfahrer-Unfall: Familie bedankt sich bei Ersthelfern

 

Sie haben nicht gegafft oder Handyvideos gemacht, sondern einfach einer 4-köpfigen Familie geholfen. Als Maike und Jesus Fernandez nach einem Autounfall schwer verletzt ins Krankenhaus kommen, werden ihre Kinder Nala (1) und Levi (6) von ihnen getrennt. Ersthelfer kümmern sich nicht nur um die beiden bis die Rettungskräfte eintreffen, sondern auch darüber hinaus. Jetzt hat der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Diepholz ein Fest organisiert, um alle Helfer und die Familie Fernandez zusammen zu bringen.

 

Wie die Ersthelfer bei dem Fest geehrt wurden und welche schönen Worte das Ehepaar Fernandez für alle Beteiligten hatte, sehen Sie im Video.

 

Was war passiert?

 

Am 17. Februar vergangenen Jahres kommt Familie Fernandez auf der A1 bei Stuhr ein 81-jähriger Geisterfahrer entgegen. Er rast in das Auto der 4-köpfigen Familie und stirbt noch am Unfallort. Maike und Jesus Fernandez werden schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen. Ihre Kinder Nala und Levi kommen mit dem Schreck davon.

 

„Wenigstens den Notruf wählen“

 

Für alle Ersthelfer war es eine Selbstverständlichkeit, der Familie Fernandez und vor allem auch den beiden Kindern zu helfen: Christiane Wollmann, Ersthelferin: „Und dann haben wir einfach gesagt, wir versuchen so lange wie möglich bei diesen Kindern zu bleiben, um ihnen wenigstens ein Stück Stabilität zu geben. Ich bin selber Mutter. Das ist der erste Reflex, den man hat.“ Michelle Weiß, Ersthelferin: „Nicht gaffen, nicht irgendwelche blöden Fotos machen, keine Videos aufnehmen. Wirklich hingehen und wenn man sich nicht sicher ist, wenigstens den Notruf wählen.“

 

Friederike Gründken / Carmen Gocht

 

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