Monument der Widerspenstigkeit oder schlichtes Krawallzentrum? Hamburgs umstrittene Rote Flora wird 30

 

Seit 30 Jahren gibt es das autonome Kulturzentrum Rote Flora in Hamburg nun schon. Eigentlich sollte es nach seiner Eröffnung am 23. September 1989 nur sechs Wochen bestehen, zumindest sah das ein Vertrag mit der Stadt Hamburg vor, aber die Aktivisten hatten andere Pläne. Sie übergaben das Gebäude am Schulterblatt nicht wie geplant 1989, sondern blieben und besetzten das ehemalige Theater im Schanzenviertel.

Die bewegt Geschichte und die Diskussionen um das Kulturzentrum, sehen Sie im Video.

 

Seit 3 Jahrzehnten umstritten

 

Immer wieder wird die Räumung der Roten Flora gefordert. Vor allem die CDU und zuletzt auch die AfD haben in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder das Ende des selbst verwalteten Kulturzentrums gefordert. Ausschlaggebend dafür waren in der jüngsten Vergangenheit die Krawalle während des G20-Gipfels in Hamburg rund um die Flora. Sie diente während der Unruhen 2017 wohl als wichtiger Stützpunkt für die Aktivisten.

 

Rote Flora gegen Rechts

 

Die Verantwortlichen wollen nur Krawall machen und sind gar nicht daran interessiert politische Anliegen ernsthaft voran zu treiben! Dieser Vorwurf fällt häufig im Zusammenhang mit der Roten Flora. Stimmt oder stimmt nicht? Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Nicht zu bestreiten ist allerdings das Engagement der Verantwortlichen gegen einen Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Denn dafür engagieren sich die Verantwortlichen seit Jahren mit dem Hamburger Bündnis gegen Rechts. Flora-Sprecher Klaus Waltke beteuert immer wieder, wie wichtig so ein Zentrum sei. Die Bewohner unterstützen auch Kunstaktionen, Stadtteilfeste und Bürgerinitiativen. Die Aktivitäten der Flora werden unter anderem durch Konzerte und Partys finanziert.

 

Victor Kupka / Catharina Tomm

 

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