Mehr als 800 neue Hinweise im Fall Maddie

 

Vor 13 Jahren ist die damals dreijährige Britin „Maddie“ McCann im Urlaub im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Im Verdacht steht Christian B., ein 43 Jahre alter Deutscher, der aktuell eine Strafe in der Justizvollzuganstalt in Kiel wegen dem Handel mit Drogen bis Frühjahr 2021 absitzen muss. Er ist bereits wegen Sexualstraftaten an Kindern vorbestraft und laut Spiegel weist sein Strafregister 17 Einträge auf. Helfen viele neue Hinweise bei der Aufklärung des Falls?


Seit Anfang Juni mehr als 800 Hinweise


Auf die Spur zu Christian B. kamen die Ermittler nach einer ZDF-Sendung zum Fall Maddie im Oktober 2013. Jetzt ruft das Bundeskriminalamt (BKA) erneut auf, sich zu melden, wenn man hilfreiche Informationen hat. Das BKA hat seit Anfang Juni mehr als 800 Hinweise erhalten, einige Hinweise hat BKA-Ermittler Christian Hoppe sogar als weiterführend für die Ermittlungen bezeichnet.

 

Christian B. „kein psychopatisches Monster“


Im exklusiven RTL-Interview kritisiert Friedrich Fülscher, der Anwalt des Verdächtigen, die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig scharf. Der Verdächtige sei in dem Fall noch gar nicht vernommen worden und Fülscher habe bis jetzt keine Akteneinsicht in die Unterlagen der Staatsanwaltschaft bekommen. Daher wisse man bis heute nicht, warum genau die Ermittler Christian B. für verdächtig halten, Maddie McCann entführt und getötet zu haben.

Fülscher ist sicher: "Die Staatsanwaltschaft hat sich offenbar auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben. Der Rechtanwalt sagt über seinen Mandanten: "Ich erlebe ihn als sehr ruhigen und freundlichen Gesprächspartner, und die Atmosphäre war bisher immer sehr angenehm." Er könne das Bild vom psychopathischen Monster nicht bestätigen.

 

Aufruf zu Mithilfe


BKA-Ermittler Christian Hoppe appellierte bei Aktenzeichen XY erneut an alle Zuschauer, die bis Juni 2007 Kontakt zu portugiesischen Telefonnummern hatten, in ihren alten Handys, Telefonbüchern oder Rechnungen nach zwei bestimmten Telefonnummern zu suchen. Diese gehören dem mutmaßlichen Täter und einem bisher unbekannten Gesprächspartner. 

 

Weitere Opfer?


Für Hinweise, die zur Überführung der Tat führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite des BKA. Auch weitere Opfer des Verdächtigen schließt das BKA nicht aus. Informationen können auf Wunsch vertraulich behandelt werden.


Nummer des mutmaßlichen Täters: +351 912 730 680
Nummer des Gesprächpartners: +351 916 510 683

 

Vanessa Fritz 

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