Masken-Fake: Johanniter erhalten falsche Schutzausrüstung

 

Die Johanniter aus Hannover hatten sich auf 10.000 FFP2-Masken gefreut. Denn diese bieten besonders guten Schutz und werden vor allem im medizinischen Alltag gebraucht. Doch die Lieferung fiel anders aus als erwartet! Betrüger hatten Einwegmasken verschickt – und diese dreist mit „FFP2“ beschriftet.

 

„Das verärgert einen schon sehr“

 

Die Johanniter versorgen neben Corona-Verdachtsfällen auch Unfallopfer oder Schlaganfall-Patienten. Schutzmaterialien sind daher für die Sicherheit aller Beteiligten essentiell. „Es bringt uns nichts, wenn die Kollegen sich infizieren und dementsprechend nicht mehr einsatzbereit sind“, sagt Teamleiter Falco Seekircher von den Johannitern. Aktuell ist er für den Einkauf des Landesverbandes und die Verteilung in ganz Niedersachsen und Bremen zuständig.

 

Achtsamkeit schon bei der Bestellung

 

Falco Seekircher prüft jedes Angebot genau. „Wir müssen uns das Datenblatt angucken, ob es dort schon Auffälligkeiten gibt.“ Betrügereien seien kein Einzelfall. Auch gefälschte Zertifikate kamen unter den Angeboten schon vor. Nachdem der Teamleiter sein ok gegeben hat, wird die Information in einer anderen Abteilung erneut geprüft und die Ware bestellt. Trotzdem kann es zu weiteren Falschlieferungen kommen. Daher wird jedes Paket genau kontrolliert.

 

Die Lage entspannt sich

 

Die Corona-Maßnahmen haben sich eingespielt. Versorgungsengpässe sind laut Falco Seekircher nicht mehr so extrem wie zu Beginn der Krise. Da die gewohnten Lieferanten beim Start der Pandemie nicht genügend Schutzartikel liefern konnten, wurde auch bei anderen Händlern eingekauft. So kam es auch zu den Fake-Masken. Die Ware hat die Hilfsorganisation direkt reklamiert. Sie geht nun zurück an den Händler.

 

Lena Kluß

 

Mag ich