Leckere Pilzpfanne statt vergiftetes Essen – Apps sollen Sammler vor Fliegenpilzen und Co. schützen

 

In diesem Herbst schießen die Pilze bei uns im Norden regelrecht aus dem Boden. Der Grund: Viel Regen und die milden Temperaturen. Das Buffet des Waldes ist also reich gedeckt und so treibt es derzeit viele Sammler in die Wälder. Die giftigen von den nicht giftigen Pilzen zu unterscheiden ist aber gar nicht so einfach. Spezielle Apps sollen dabei helfen.
 
Wie und vor allem wie gut diese Apps funktionieren, sehen Sie im Video.
 


Pilzvergiftung – was tun?

 
Allein in Hamburg wurden in diesem Jahr bereits 59 Pilzvergiftungen gemeldet. Das Giftinformationszentrum in Göttingen bekommt jährlich bis zu 1000 Anrufe deswegen. Im Zweifelsfall sollten auch sie sich direkt an die Experten des Zentrums wenden. Die Notfallnummer ist 24 Stunden am Tag erreichbar: Tel. 0551 - 19240
 


Giftig - ja oder nein?


„Wenn der Anrufer nicht weiß, um was für ein Pilz es sich handelt, dann können wir zu Pilzsachverständigen vermitteln. Geben dann die Telefonnummer raus und dann kann man diesen Pilz bestimmen, soweit noch keine Symptome vorliegen. Wenn der Anrufer schon irgendwelche Symptome hat, dann schicken wir diesen sofort ins Krankenhaus“, erklärt Andreas Schaper, der Leiter des Giftinformationszentrums.
 


Gefahr durch Verwechslung

 
Viele Pilzarten sehen zwar recht ähnlich aus, haben aber mitunter ganz unterschiedliche Wirkungen - ein schmaler Grat zwischen lecker und giftig. Deswegen ist es so wichtig die Pilze vor dem Verzehr exakt zu bestimmen. Andreas Schaper vom Giftinformationszentrums rät allerdings davon ab, sich dabei ausschließlich auf die Pilz-Hilfapps zu verlassen. „Sicherer wäre es, Pilzkurse von beispielsweise der deutschen Gesellschaft der Mykologie zu besuchen, die einen aufklären. Nur wenn die Pilz-Fans ausreichend informiert sind, sollten sie Pilze sammeln gehen.“

 

Jana Lübker

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