Lebenslange Haftstrafe für Mord vor Hamburger Fitnessstudio


Wegen heimtückischen Mordes hat das Landgericht Hamburg einen 23-Jährigen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Der Angeklagte habe dem 26 Jahre alten Opfer am 13. Juli vergangenen Jahres vor einem Fitnessstudio im Stadtteil Steilshoop aufgelauert und mit mindestens drei Schüssen aus einem Revolver getötet, sagte die Vorsitzende Richterin am Freitag. Mit der Strafe entsprach das Schwurgericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Angeklagter wollte Ehre wiederherstellen


Der Deutsch-Afghane hatte sich mit seinem Landsmann um 8000 Euro gestritten. Das Geld hatte der Angeklagte dem Bekannten ein Jahr zuvor geliehen, aber nicht zurückbekommen. Der Streit eskalierte, als dem 23-Jährigen vorgeworfen wurde, er habe öffentlich über die Schulden des Bekannten gesprochen. Es sei dem Angeklagten schließlich nicht mehr auf die Rückzahlung des Geldes angekommen, sondern vor allem auf die Wiederherstellung seiner Ehre. "Der Angeklagte wollte nicht als Schwächling dastehen", sagte die Richterin.


Quelle: dpa

Prozess in Hamburg
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