Leben retten am Telefon: In der Großleitstelle Oldenburger Land zählt jede Minute

 

Wenn es irgendwo brennt oder jemand verletzt ist, ruft man die 112. Das weiß im besten Fall jedes Kind. Doch was genau passiert eigentlich, wenn man einen solchen Notruf absetzt? Zunächst einmal landet man in einer Leitstelle. Ab diesem Punkt wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, der Leben retten kann. Wie die Arbeit in der Großleitstelle Oldenburger Land und beim Rettungsdienst in Cloppenburg abläuft, sehen Sie in unserer Reportage aus der Sendung für Niedersachsen und Bremen vom 9.1.2020.


600 bis 750 Notrufe täglich


In der Großleitstelle in Oldenburg klingelt täglich hunderte Male das Telefon. Alle Notrufe aus den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Wesermarsch und aus den Städten Delmenhorst und Oldenburg landen hier. Die Großleitstelle ist rund um die Uhr für mehr als 730.000 Menschen erreichbar.


Leben retten am Telefon


Wer die 112 wählt, alarmiert nicht nur die Feuerwehr oder einen Rettungswagen. Jeder Anrufer kann und muss wenn nötig beim Retten helfen. Die Disponenten in der Leitstelle bleiben in akuten Notfällen so lange am Telefon, bis der Rettungswagen vor Ort ist. Sie leiten die Ersthelfer bei der Versorgung von Verletzten an. Das reicht von einfachen Fragen bis hin zur Reanimation am Telefon. Die ausgebildeten Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter erklären genau, was zu tun ist und geben den Takt der Herzdruckmassage vor.


Machen was gesagt wird


Die Disponenten in der Leitstelle wollen die Menschen dafür sensibilisieren im Notfall genau das zu tun, was ihnen am Telefon gesagt wird. „Letztendlich ist der Anrufer mein Augenpaar“, sagt Disponent Marc Zimmermann.

 

Neele Knetemann

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