Alle wollen rein - doch das liegt nicht in ihrer Hand. Die Bremische Bürgerschaft ist DAS Ziel für jeden Landespolitiker. Rein optisch betrachtet polarisiert der eckige Glasbau. Besonders in seiner Bauzeit sorgte er für heftige Diskussionen.
 
Wie es hinter den Kulissen des Landtages aussieht und warum kaum jemand zum Richtfest kam, verraten wir im Video
 
 

Anfangs zu modern

 
 
Die Bremer Bürgerschaft ist ein Gebäude, dessen Entstehung am Anfang mehr als umstritten ist. Sie verlangt von den Hanseaten optisch Mut. Architekt Wassily Luckhardt ist für Entwurf und Bauweise verantwortlich und löst damit in den 60er Jahren heftige Debatten aus. Vielen Bremern ist das Gebäude einfach zu modern - inmitten des so historischen Marktplatzes. Und 1962 beginnt der Bau, quasi gegen den Willen der Bevölkerung.  Schritt für Schritt entsteht die damals 10 Millionen Mark teure Bürgerschaft. Mit das auffälligste Merkmal ist dabei die gläserne Fassade.
 
 

Arbeitsort für 83 Abgeordnete

 
 
Nachdem sich die Wogen etwas geglättet hatten, folgt die offizielle Einweihung dann im September 1966. Anschließend beginnt der Arbeitsalltag. 83 Abgeordnete arbeiten hier politisch - und bei Interesse können bis zu 225 Bürger und 30 Medienvertreter zuschauen und zuhören. Seit 1992 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Damit sind Veränderungen so gut wie unmöglich. Doch ganz ohne geht es nicht: Den Sommer 2019 über müssen die Abgeordneten an anderer Stelle tagen, denn Arbeiten am Brandschutz der Bürgerschaft sind unvermeidbar.
 
 
Christina Wickboldt / Patrick Testa-Kreitz
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