Künstliche Inseln in der Nordsee: So soll mehr Strom von Windrädern ans Land kommen

 

Auf See weht immer ein Wind, darum ist die Stromerzeugung durch Offshore-Windräder auf der Nordsee besonders ertragreich. Doch um mithilfe von erneuerbaren Energien die Ziele des Pariser Klimaabkommens bis 2050 zu erreichen, muss die Offshore-Energie weiter ausgebaut werden.

Wie der Netzbetreiber Tennet das mit dem Bau von künstlichen Inseln erreichen möchte, sehen Sie im Video.

 

Alle müssen an einem Strang ziehen

 

Die künstlichen Inseln, die in der südlichen Nordsee zwischen Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien entstehen sollen, verteilen den Strom ans Festland. Studien des Konsortiums „North Sea Wind Power Hub“, zu dem Tennet und weitere europäische Netzbetreiber gehören, bestätigten bereits die Machbarkeit.  Laut Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens müssten nun die jeweiligen Länder miteinander sprechen und so den Plan voranbringen.

 

Strom für mehrere hundert Millionen Europäer

 

Sollten die Pläne entsprechend umgesetzt und die an Land gewonnene Windenergie hinzugezählt werden, könnten im Jahr 2045 alle Bewohner Zentraleuropas mit umweltfreundlicher Energie versorgt werden, so Tim Meyerjürgens. Wie teuer genau das Milliardenprojekt werden würde, konnte der Geschäftsführer nicht beziffern.

 

Caroline Kettermann/Mareike Baumert

 

Mag ich