Klimastreik legt Hamburg lahm – am bisher größten „Friday for Future“

 

Der 20. September ist der Auftakt für einen weltweiten Klimastreik, der bisher größte seiner Art. Vor über einem Jahr begann die „Fridays for Future“-Bewegung mit einem Protest der schwedischen Schülerin Greta Thunberg – und ist mittlerweile ein globales Phänomen.


Auch in Hamburg wollen an diesem Freitag bis zu 30.000 Menschen gegen den Klimawandel auf die Straße gehen. Oder aber auf der Straße sitzen. Das ist zumindest die Taktik der Hamburger Ortsgruppe „Ende Gelände“, die zusammen mit der Interventionistischen Linken Hamburg am Freitag den Verkehr in der Hansestadt lahmlegen will – durch Sitzblockaden. Parallel halten sie mit ihren „Klima-Teach-ins“ Vorträge über die Folgen der Erderwärmung. Bei der Aktion in der Nähe des Jungfernstiegs nehmen mehrere hundert Menschen teil.


Wie die Generalprobe für den großen Sitzstreik am Freitag aussieht und was die Aktivisten damit bezwecken, das sehen Sie im Video.


Der 20. September: Ein bedeutungsvoller „Freitag der Zukunft“


Das Datum des Streiks ist kein Zufall. An diesem Tag tagt auch in Berlin das Klimakabinett der GroKo, in New York wird derweil der UN-Klimagipfel vorbereitet. Während die Streikenden also am 20.09.2019 auf die Straße gehen, legt die Bundesregierung den Entwurf für ein Klimaschutzgesetz vor. Das soll dann Klarheit darüber schaffen, wie in Deutschland die Klimaziele erreicht werden sollen.


Allerdings zielt dieses nach den Erwartungen der Fridays for Future-Aktivisten lediglich auf die Einhaltung der der deutschen Klimaziele für 2030 ab, doch die Schüler- und Studentenbewegung fordert, dass auch das Pariser Klimaabkommen durchgesetzt wird. Dieses umfasst unter anderem das sogenannte 1,5-Grad-Ziel: Die globale Erwärmung, die bereits rund ein Grad erreicht hat, soll demnach möglichst bei 1,5 Grad gestoppt werden. Weiterhin fordert F4F, dass die Energieversorgung bis 2035 vollkommen auf erneuerbare Energie umgestellt wird, sowie einen Kohleausstieg bis 2030.


Die Ortsgruppe Ende Gelände Hamburg fordert zudem eine autofreie Innenstadt in Hamburg, bessere Fahrradwege und kostenlosen öffentlichen Nahverkehr.


Lorraine McIlvenny

Klimastreik 20. September 2019 Fridays for Future
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