Halterin von ausgesetzter Kira ist ermittelt

 

 

Hinweise zur ausgesetzten Boxermischlingsdame kamen aus der Bevölkerung.

 

Im Dezember wurde die Hündin vor dem Tierheim entdeckt. Sie war angeleint, stark abgemagert und unterkühlt. Sie konnte kaum noch laufen.

 

Der Hamburger Tierschutzverein stellte Strafanzeige gegen unbekannt, setzte eine Belohnung für Hinweise aus. Sie führten nun zu einer jungen Frau nach Hamburg-Harburg, sie gestand, Kira vor dem Tierheim ausgesetzt zu haben. Bei der strafbaren Handlung waren auch ihre Eltern und ihr neuer Freund dabei.

Die Tierhalterin gab an, dass die Boxermischlings-Hündin eigentlich ihrem Ex-Freund gehöre, das Tier aber seit einem Jahr bei ihr leben würde und sie mit der Hündin überfordert gewesen wäre. Ab Anfang November soll Kira nicht mehr gegessen und sich ständig übergeben haben. Einen Tierarzt hat die Halterin aber trotzdem nicht aufgesucht.

 

„Wir appellieren an Halter, die mit der Tierhaltung überfordert sind, sich ihrer Verantwortung zu stellen und sich Hilfe zu suchen oder sich an uns zu wenden. Wir finden immer eine Lösung. Wer ein Tier aussetzt, kann hingegen sicher sein, dass wir uns als Anwälte der Tiere dafür einsetzen, dass die Tat geahndet wird“, so die Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins.

 

Verantwortungsloses Handeln kann teuer werden und sogar mit Haft enden

 

Das Aussetzen eines Tieres stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar und wird mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet. Da in diesem Fall die Hündin in einem schlechten gesundheitlichen Zustand ausgesetzt wurde, liegt sogar eine Straftat nach § 17 Tierschutzgesetz Absatz 2 vor.

Zudem handelte es sich um eine kalte Winternacht und die Boxermischlings-Hündin besitzt nur ein ganz kurzes Fell – sie hatte der Kälte nichts entgegenzusetzen. Die Halterin nahm damit billigend den Erfrierungstod des Tieres in Kauf, weil sie nicht wissen konnte, dass der Eingangsbereich des Tierheims regelmäßig kontrolliert wird.

 

Eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden.

 

 

Fotos: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.

 

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