"Kammbäck" nach Corona: Die Friseure dürfen uns wieder an die Haare

 

Die letzten Wochen haben so einige ganz schön auf die Probe gestellt, denn irgendwann lässt sich auch das unauffälligste Grau nicht mehr in einem Zopf verstecken, der Pony ist längst über die Augen gewachsen und so mancher Mann ging nur noch mit Mütze nach draußen. In so einer Krise wird uns wohl erst bewusst, wie sehr wir auf den Friseur um die Ecke angewiesen sind. Zwar haben sich so manche selbst an die Schere getraut, aber das ging auch oft schief. Ab Montag ist es dann soweit: Die professionellen Haarschneider dürfen ihr Handwerk wieder ausführen.

Wie sich ein Friseursalon aus Hannover auf die Wieder-Eröffnung vorbereitet, zeigen wir im Video.

 

Betrieb nur unter bestimmten Hygienemaßnahmen

 

Der 4. Mai ist für viele Friseure eine große Erleichterung. Endlich dürfen sie wieder Kunden bedienen und es kommt wieder Geld in die Kasse. Dabei müssen sie sich aber bundesweit an gewisse Richtlinien halten. Für die Friseure, Mitarbeiter und Kunden gilt eine Mundschutz Pflicht. Sicher ist das etwas seltsam, eine neue Frisur im Spiegel zu bewundern, wenn das Gesicht verdeckt ist, aber das muss man in Zeiten von Corona wohl in Kauf nehmen. Außerdem muss der Abstand zwischen zwei Arbeitsplätzen mindestens 1,5 Meter betragen. Auch ein Wartebereich im Salon ist verboten. Einen Schnitt gibt es also nur nach Terminvereinbarung. So kann besser geplant werden und auch ein (un-) erwartet großer Andrang soll so vermieden werden. Des weiteren sind z.B. Trockenhaarschnitte untersagt. Jedem Kunden müssen als erstes die Haare gewaschen werden. Die Haare dürfen nicht selbst geföhnt werden und die Beschäftigten müssen Einmalhandschuhe tragen.

 

Weniger Komfort, dafür ein gepflegtes Äußeres


Auf den normalen Gang zum Friseur, um sich verwöhnen zu lassen und die Zeit zu genießen, muss erst einmal verzichtet werden. Die Kunden sollen sich nur so lange wie unbedingt nötig im Salon aufhalten. Zeitschriften zum Durchblättern und eine heiße Tasse Kaffee wird es so nicht geben. Auch das Augenbrauen- und Wimpernfärben oder Rasur und Bartpflege gehören jetzt der Vergangenheit an. Der Besuch beim Friseur soll kein netter Ausflug, sondern tatsächlich ein nötiges Handwerk sein – auch wenn es schwerfällt. Zumindest herrscht erstmal wieder Ordnung auf unseren Köpfen.

 

Catharina Tomm

 

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