Unterwegs mit dem Kältebus in Hannover: So wichtig ist die Arbeit der Ehrenamtlichen

 

Adventszeit ist Winterzeit: Am 01. Dezember ist meteorologischer Winteranfang, am 22. Dezember ist dann der kalendarische Winterbeginn. Ganz wichtig in der kalten und dunklen Jahreszeit: Jacken, Decken und natürlich eine warme Mahlzeit. Weil diese Dinge für Obdachlose nicht selbstverständlich sind, gibt es die sogenannten Kältebusse – auch bei uns in Norddeutschland. Allein in Hannover wurden im letzten Jahr etwa 5000 Essen an Bedürftige ausgegeben. Hinter dem Projekt steckt ganz viel ehrenamtlicher Einsatz.

Im Video sehen Sie das Kältebus-Team der Johanniter im Einsatz.

 

Drei Einsätze pro Woche

 

Montags, mittwochs und freitags ist der Kältebus der Johanniter in Hannover unterwegs. Bevor die eigentliche Essensausgabe beginnt, wird gekocht - und zwar immer frisch. Kohlenhydrate und Proteine sind die Grundlage, dazu gibt es Fleisch und Gemüse. So kochen die Helfer bei unserem Besuch einen Sauerkrauttopf mit Kassler und Kartoffeln. Das Menü bestimmt das Team übrigens selbst – je nach Saison und Angebot.

 

Zusatz-Ausbildung für die Helfer

 

Die Johanniter kommen aber nicht nur mit einer warmen Mahlzeit, Tee und dicker Kleidung. An Bord gibt es auch alles, was man für die Wundversorgung braucht. Damit können kleine Schürfwunden versorgt oder Verbände gewechselt werden. Dafür werden die Ehrenamtlichen, die bei der Ausgabe dabei sind, zu Sanitätshelfern fortgebildet. Für die Arbeit in der Küche sind ein Erste-Hilfe-Kurs und eine Hygieneschulung notwendig.

 

Spenden gegen den Kälte-Kummer

 

Bürger können bei den Johannitern anrufen und Treffpunkte von Obdachlosen melden. Ebenso wichtig sind Spenden. Denn auch wenn der Einsatz der Helfer zwar kostenlos ist, müssen die Zutaten für das Essen oder die medizinische Ausrüstung bezahlt werden. Und wer möchte, kann sich natürlich auch als Helfer bei den Johannitern melden. Hier gibt es alle weiteren Informationen.

 

Anne Korff / Daniel Kandora

 

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