Unterwegs mit dem Kältebus


Rund 400 Obdachlose gibt es in Hannover, die mehr oder weniger regelmäßig auf der Straße schlafen. Um diesen Menschen während der eisigen Nächte zu helfen, ist der Kältebus der Johanniter unterwegs. Er verteilt warme Mahlzeiten und heiße Getränke. Wir haben den Kältebus eine Nacht lang begleitet und dabei auch eine junge Kinderkrankenschwester getroffen, die mehrmals in der Woche ehrenamtlich hilft.

Weshalb die Arbeit im Kältebus für Jana Keppler so etwas wie ein Hobby ist, erfahren Sie von Jan Flemming im Video.

Warum die Kälte so gefährlich ist


Die eisigen Temperaturen können für Menschen lebensgefährlich werden, weil der Körper nach und nach auskühlt und wichtige Organe versagen. Spätestens um den Gefrierpunkt wird es gefährlich. Weniger als 20 Grad Körpertemperatur führt meist zum Tode, denn damit geht oft Herzversagen einher. Doch bereits bei weniger als 26 Grad Körpertemperatur ist ein Mensch oft nicht mehr ansprechbar. Normal sind um die 37 Grad.

Notquartiere


Trotz eisiger Kälte suchen etliche Obdachlose keine Notunterkunft auf, obwohl sie Anspruch darauf hätten. Die Massenunterbringungen sind äußerst unbeliebt, denn Diebstahl und Gewalt sind ein großes Problem. Manchmal hat es auch etwas mit den Restriktionen beim Einlass zu tun. Wer alkoholisiert, mit Hund oder großen psychischen Problemen vor der Tür steht, darf nicht in jeder Einrichtung ins Warme.

Wie kann ich helfen?


Der Kältebus in Hannover hat eine zentrale Telefonnummer, unter der Bürger Schlafplätze oder Treffpunkte von Obdachlosen melden können. Sie erreichen die Nummer jeweils montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr unter Tel. 0800 0848488.

Sollten Sie hilfebedürftige oder verletzte Menschen antreffen, verständigen Sie bitte den Rettungsdienst unter 112.

Weitere Informationen zum Kältebus in Hannover bekommen Sie hier: https://www.johanniter.de/

Ehrenamtliche Helferin vom Kältebus Hannover
Mag ich