Jetzt wird Plastik der Kampf angesagt: Nienburger produziert biologisch abbaubare Verpackungen

 

Plastikverpackungen wohin man sieht, selbst Obst und Gemüse werden in die knisternde Wegwerfware gehüllt – Zeit, dem entgegenzuwirken. Das dachte sich auch Eduardo Gordillo aus Niedersachsen, denn 220 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf im Jahr in Deutschland – das ist eindeutig zu viel.


In den Supermärkten gibt es zuweilen wenig Alternativen zu den zahlreichen Verpackungen aus Plastik. Daneben viele Papierverpackungen, die mit einem Wasserverbrauch von rund 150 Litern Wasser pro Kilo Rohmasse auch nicht ökologischer sind.


Doch nun gibt es Konkurrenz aus Niedersachsen, denn der gebürtige Kolumbianer Eduardo Gordillo aus Nienburg hat Verpackungen aus Agrarresten erfunden. Für seine Verpackungen müssen keine Bäume gefällt werden und sie verbrauchen auch kaum Wasser, denn sie bestehen aus Resten von Getreide oder Tomatenpflanzen und werden neu gepresst.


Mit einer Wachsschicht überzogen trotzen die Verpackungen sogar flüssigen oder fettigen Inhalten. Inspiriert wurde der 53-Jährige bei seiner Erfindung von seiner Tochter, die gleichzeitig seine größte Motivation ist, denn sie soll in einer schönen Umwelt aufwachsen.


Wie genau die biologischen Verpackungen hergestellt werden und wie es zukünftig mit der Produktion weitergehen soll – unsere Reporterin Suana Boeck stellt Ihnen das Konzept vor.

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