Feierliche Eröffnung


Kann es einem Gotteshaus egal sein, welche Religion darin praktiziert wird? In Hamburg lautet die Antwort offenbar ja. Denn im Stadtteil Horn wurde in den vergangenen Jahren tatsächlich eine baufällige Kirche zu einer Moschee umgebaut (wir berichteten). Was sich für viele Menschen vielleicht unglaublich anhört, hat die islamische Al-Nour-Gemeinde tatsächlich umgesetzt - und wird dafür weltweit bestaunt. Diesen Mittwoch hat das Islamische Zentrum die Moschee in der ehemaligen Kapernaum-Kirche eröffnet

Jahrelanges Projekt


Die 1961 geweihte Kirche war Weihnachten 2002 entwidmet worden. Die Sanierungskosten von 1,5 Millionen Euro überforderten die evangelisch-lutherische Gemeinde. Jahrelang stand das Gebäude leer und verfiel. Ein privater Investor, der es 2005 übernommen hatte, bot es 2012 im Internet an. Das Islamische Zentrum Al-Nour kaufte es für knapp eine Million Euro. Der weitere vier Millionen Euro teure Umbau begann Anfang 2014, wobei sich die neuen Eigentümer intensiv um einen Dialog mit den Anwohnern und der Kirche bemühten.

Wie Integration und Religionsfreiheit tatsächlich funktionieren können, zeigen Ihnen unsere Reporter Jacqueline Schulz und Andreas Geerken im Video.


Quellen: RTL Nord, dpa

Moschee in Hamburg-Horn
Mag ich