Im Kampf gegen Corona: Wie ein Sicherheitsdienst vor Einkaufszentren arbeitet

 

Normalerweise ist der Auftrag klar: Es gilt Personen zu schützen oder die Sicherheit an Flughäfen und Hotels zu gewährleisten. Doch nun ist eben auch für den Sicherheitsdienst alles anders. Aktuell heißt der Arbeitsplatz häufig: Einkaufszentrum.

 

Im Video sehen Sie die etwas ungewohnte Arbeit für die ausgebildeten Personenschützer.

 

„Man hat dann einfach mit einem visuell nicht wahrnehmbaren Feind zu tun“

 

Für Zeeshan Nasir, Geschäftsführer der Hamburger Sicherheitsfirma EPP und sein Team hat sich der Arbeitsalltag aktuell stark verändert. „Man hat dann einfach mit einem visuell nicht wahrnehmbaren Feind zu tun. Wir kennen das ja so, dass wir einen klaren Schutzauftrag bekommen. Und was wir als Erstes machen, ist eine Risikoanalyse. Dass wir sagen, ok, wo kommt denn die Gefahr her und welche Maßnahmen können wir einrichten“? Eine Risikoanalyse bei dem Virus aber scheint unmöglich. Die wichtigste Maßnahme sei jetzt die Menschen, die einkaufen gehen wollen, vor sich selbst zu schützen.

 

„Gerade in Deutschland mit sehr disziplinierten Menschen zu tun“

 

Auch wenn aktuell immer wieder Unsicherheit herrsche und keiner so recht weiß, wie es sich zu verhalten gelte, empfindet Zeeshan Nasir die Situation in Deutschland als positiv: „Gerade in Deutschland haben wir es mit sehr disziplinierten Menschen zu tun“. Nasir spricht von bisher sehr ruhigen, angenehmen Arbeitstagen seiner Mitarbeiter. „Wir mussten nie groß eingreifen, ich habe keine Berichte gelesen, von irgendwelchen Auseinandersetzungen, wo wir dann dazwischen gehen mussten“. Der Sicherheitsdienst tue alles was er könne, auch wenn er in diesen Tagen den „Feind“ eben nicht sieht.

 

Finja Rathmann / Jakob Silvester Schmidt

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