30 Jahre nach dem Mauerfall - darum ist der Trabi immer noch Kult

 

Für die Trabifans transportiert das Auto ein besonderes Lebens- und Heimatgefühl. Für die einen ist es der besondere Geruch des Wagens, für die anderen die lauten Geräusche. Der Trabant erzeugt Aufmerksamkeit -  jeder guckt, jeder winkt.

Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Trabi Produktion eingestellt – die Konkurrenz im Westen war zu groß. Doch der Oldtimer ist nicht in Vergessenheit geraten und der derTrabi rollt auch heute noch auf unseren Straßen - dank der liebevollen Pflege treuer Fans wie den "Trabant und IFA-Freunden Nord/Süd" in Soltau.

Was die Vereine an der „Rennpappe“ auch heute noch fasziniert, erfahren Sie im Video.

 

Trennung zweier Welten


1400 Kilometer lang und etwa sechs Kilometer breit: Die innerdeutsche Grenze teilt damals nicht nur Ost- und Westdeutschland voneinander, sondern reißt auch Nachbarn, Freunde und Familien auseinander. 41 Jahre hindert die DDR ihre Bürger daran, die Bundesrepublik Deutschland zu besuchen. Eine dauerhafte Ausreise in den Westen ist erst recht verboten.

                                                                                                    
Berge und Meere werden durch die Grenze geteilt


In Ost-Niedersachsen teilt damals die innerdeutsche Grenze das Mittelgebirge und den höchsten Berg Norddeutschlands – den Brocken. Zwei Drittel gehören zur DDR, ein Drittel zur BRD.  In Schleswig-Holstein versperrt bis zur Wiedervereinigung Stacheldraht, Zäune und Grenztürme den Landweg zur Ostsee-Halbinsel Priwall. Nur der Wasserweg aus dem Westen ist offen. Die Menschen müssen mit der Fähre zur Halbinsel übersetzen.
   

Todesfälle an der innerdeutschen Grenze


Erschossen durch Grenzsoldaten, getötet durch Landminen oder Selbstschussanlagen – 327 Menschen sterben offiziell auf ihrer Flucht aus dem Osten in den Westen. Das belegt eine Studie der Freien Universität Berlin. Die Dunkelziffer soll aber weit höher sein: Experten sprechen von bis zu 1500 Grenztoten.

Hier sehen Sie den ersten Teil unserer Wochenserie zu 30 Jahre Mauerfall: Wie Lothar Engler im Harz ohne Genehmigung Löcher in den Todesstreifen riss.

 

 

Mareike Baumert / Jana Lübker

 

 

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