3 Corona-Tote in Hamburger Seniorenheim: Wie groß ist die Gefahr für die Bewohner?

 

Im Seniorenheim Alsterdomizil in Hamburg-Wellingsbüttel sind bereits drei Bewohner an Covid-19 gestorben. Insgesamt werden dort 38 Infizierte isoliert, nachdem die Infektionsrate in den vergangenen Tagen stark angestiegen ist. Senioren gehören zur Corona-Risikogruppe und sind somit besonders in Gefahr. Wenn in einem Altersheim das Virus ausbricht, kann das zu einer Katastrophe werden.

 

Eine Herausforderung - auch für Mitarbeiter

 

Die gesunden Bewohner des Alsterdomizils sind bereits in das Seniorenheim Fahrenkroen in Hamburg-Bramfeld verlegt worden. Im Alsterdomizil werden die Erkrankten weiterhin gepflegt. Die Mitarbeiter achten dabei auf die strengen Hygiene- und Quarantänemaßnahmen und arbeiten mit der zuständigen Gesundheitsbehörde zusammen. Die Mitarbeiter dürfen nur noch in Schutzkleidung die Zimmer der isolierten Bewohner betreten.

 

„Das kann man halt nicht sagen, wer es jetzt reingebracht hat.“

 

Auch in anderen Altersheimen im Norden ist das Coronavirus ausgebrochen. Im Seniorenheim Cecilien-Burg in Tornesch sind 30 von 31 Bewohnern erkrankt und es gibt bereits mehrere Todesfälle. Pflegehelfer Constantin Diesch sagt dazu: „Wir hatten ja ein oder zwei Fälle, da hatten wir sofort die Schutzmaßnahmen eingeleitet und alle isoliert. Aber dann war es wahrscheinlich auch schon zu spät, weil davor die Bewohner auch schon zusammen im Speisesaal gegessen haben.“

 

Zahlen werden weiter steigen

 

Im Kreis Pinneberg sind bereits drei von 47 Seniorenheimen von Corona betroffen. In Hamburg ist das Virus in 24 von 150 Heimen ausgebrochen. Die Gesundheitsbehörden beraten die einzelnen Pflegeheime, damit sie auf den Ernstfall vorbereitet sind. Bei einem Punkt sind sie sich nämlich sicher: die Zahl der Corona-Fälle in Seniorenheimen wird auch weiter ansteigen.

 

Janet Ghotoyian

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