15.000 mussten raus – Bombenentschärfung in Hannover

 

Im Zooviertel der Landeshauptstadt stößt ein Bagger auf eine Weltkriegsbombe. Schnell ist klar: Hier muss evakuiert werden. Für tausende Hannoveraner bedeutet das eine lange Nacht.


Wie die Bewohner mit der Situation umgingen, sehen Sie im Video.

 

Entschärfung verzögert sich

 

Die Bombe stammte aus amerikanischer Produktion und wog rund 500 Kilogramm. Im Umkreis von gut einem Kilometer mussten alle Einwohner ihre Wohnungen räumen. Auch eine Bahnstrecke musste vorübergehend gesperrt werden. Eigentlich war die Entschärfung für 22 Uhr angesetzt, doch der Termin konnte nicht gehalten werden. Vor allem deshalb, weil sich einige Menschen zunächst weigerten, ihre Häuser zu verlassen. Um das zu gewährleisten, waren knapp 850 Einsatzkräfte im Einsatz.

 

Brand in der Sperrzone

 

Eine Stunde nach Mitternacht konnte der Kampfmittelräumdienst endlich Vollzug melden. Die Hauptarbeit war innerhalb von 30 Minuten erledigt. Die Feuerwehr hatte zuvor noch zusätzliche Arbeit zu erledigen: In einem Haus in der schon geräumten Sperrzone war ein Brand ausgebrochen. Der zweite Stock war danach nicht mehr bewohnbar; die Mieter mussten bei Angehörigen unterkommen. Auch Musikfans litten unter der Evakuierung. Weil der Kuppelsaal in der Sperrzone lag, musste das Konzert von Roger Hodgson, dem ehemaligen Frontmann der Band "Supertramp", abgesagt werden.

 

Patrick Testa-Kreitz

 

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