10 Jahre im Rollstuhl: Wie ein leichtsinniger Moment Michels Leben komplett veränderte

 

Es ist eine Katastrophe, die Michels Leben schlagartig umkrempelt. Mit 15 Jahren springt er in Timmendorfer Strand kopfüber von einer Brücke und ist seitdem querschnittsgelähmt. Für viele ein Grund zum Verzweifeln, doch Michel wirft das nicht aus der Bahn.
 
Wie er aus seinem Schicksal eine Geschäftsidee entwickelt hat, sehen Sie im Video.


 
Ein leichtsinniger Moment


 
Es ist der 7. August 2009. Mit seinen Freunden ist der damals 15-jährige an der Seebrücke in Timmendorfer Strand. „Es war ein mega warmer Tag, wir waren mit ein paar Leuten am Strand und dann wollten wir uns abkühlen und sind ins Wasser gesprungen“, erzählt der heute 25-Jährige. Mehrmals springen Michel und seine Freunde von der Brücke und nichts passiert. Doch dann das: Michel springt kopfüber in das Wasser und erwischt ein Wellental. Das Wasser ist dann nur noch knapp einen Meter tief. Michel stößt mit dem Kopf auf den Grund.


 
Eine endgültige Diagnose


 
Michel ist querschnittsgelähmt. Er hat sich den fünften Halswirbelkörper gebrochen und damit das Rückenmark schwer verletzt. Es steht fest: Michel ist ab diesem Zeitpunkt für immer an seinen Rollstuhl gefesselt. Drei Tage lang ist er kaum ansprechbar. Er weint und zieht sich zurück. Für seine Mutter bricht eine Welt zusammen. Doch dann passiert das Unglaubliche: "Nach dem dritten Tag hat er die Augen aufgemacht und hat gesagt: So, nun habe ich das verdaut und jetzt geht’s los. Und seitdem ist er nur positiv", erzählt uns seine Mutter in einem Interview vor 10 Jahren.


 
Eine glückliche Beziehung


 
Mittlerweile ist Michel nicht nur beruflich erfolgreich, sondern auch privat. Seit mittlerweile sechs Jahren ist er in einer festen Beziehung mit Freundin Aliya. Dass Michel im Rollstuhl sitzt, spielt für die junge Frau keine Rolle. Und die Beiden haben gemeinsame Zukunftspläne: Eine Hochzeit ist fest geplant und auch von Kindern ist schon die Rede.


 
Catharina Tomm / Eva Harms

 

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