Hund, Katze und Co. als Weihnachtsgeschenke – darum ist das keine gute Idee!

 

Häufig ist die Freude groß, wenn ein kleiner, süßer Vierbeiner aus dem Weihnachtskarton krabbelt und die komplette Familie bespaßt. Der Weihnachtsabend ist gerettet und die zwei folgenden Feiertage auch. Doch häufig erlischt schon kurz danach die Freude über den neuen Mitbewohner. So schnell wie er in die neue Familie kam, wird er häufig auch schon wieder ausgeschlossen und landet erneut im Tierheim. „Häufig, weil man sich das Zusammenleben anders vorgestellt oder es nicht geklappt hat“, erklärt Diandra Boczek aus dem Tierheim Burgdorf. In vielen Tierheimen im Norden gilt über die Weihnachtstage daher ein Vermittlungsstopp.


Tiere bedeuten Verantwortung


Der Kauf eines Haustiers sollte eine wohl überlegte Entscheidung sein, in die alle Familienmitglieder miteingebunden sein sollten, mahnt auch der Hamburger Tierschutzverein. Denn ein Haustier zu besitzen geht mit Pflichten einher, die auch nach der anfänglichen Weihnachtsfreude weiter bestehen. Ein Haustier gehöre daher nicht unter den Weihnachtsbaum.


Ungünstige Zeit für Familienzuwachs


Die Weihnachtszeit sei zudem eine ungünstige Zeit sich ein neues Tier zuzulegen, sagt Diandra Boczek. „Die Weihnachtszeit ist ja für jeden stressig, man bekommt Besuch oder fährt zu Besuch. Die Tiere kommen in ein neues fremdes Umfeld, möchten sich erst einmal zurechtfinden. Wenn dann so viele Leute durchs Haus wuseln, ist es für die Tiere noch schwieriger sich dort zurecht zu finden." Sie rät deshalb dazu, sich für den Familienzuwachs eine ruhigere Zeit auszusuchen. Außerdem würden die Tiere häufig in einem engen Käfig oder als Single verschenkt. Meerschweinchen und Kaninchen würden aber am liebsten in Gruppen und großen Außengehegen leben. Eine vorherige Beratung durch das Tierheim wäre also wünschenswert.


Tierische Alternativen


Alle, die partout nicht auf eine tierische Überraschung zu Weihnachten verzichten möchten, sollten erstmal nur einen symbolischen Gutschein für ein Tier verschenken. Dann kann die Entscheidung nochmal in Ruhe durchdacht werden.  Außerdem ist es auch möglich, eine Partnerschaft für ein Tier zu übernehmen, oder auch erst einmal ehrenamtlichen mit den Tieren im Tierheim Gassi zu gehen oder zu spielen. So können sich Mensch und Tier aneinander gewöhnen.

Und wenn es eben doch ein klassisches tierisches Geschenk für unter den Weihnachtsbaum sein soll? Dann lohnt es vielleicht auch, erst einmal auf den klassischen Teddybären zurückzugreifen.

 

Autoren: Anne Korff / Laura Rihm

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