Hilflose Nager: Wie Sie Eichhörnchen in Not helfen können

 

Vier kleine Eichhörnchen-Babys sind gerade die Dauerbeschäftigung von Monika Rademacher. Alle drei Stunden brauchen die sieben Wochen alten Nager ein Fläschchen Milch. Bereits 238 Findelkinder hat sie in diesem Jahr schon auf ihrer Eichhörnchen-Schutzstation in Eckernförde aufgenommen. Ein zeitintensiver, aber nötiger Job, denn Eichhörnchenbabys sind ohne ihre Mutter hilflos – brauchen sogar beim kleinen Geschäft Unterstützung.

Die niedlichen Racker und wie Monika Rademacher sie aufpäppelt, sehen Sie im Video.

 

Hilflose Hörnchen klammern sich an Menschenbeine

 

Anders als man es wahrscheinlich vermuten würde, sind Eichhörnchen in Not keinesfalls scheu, sondern sie suchen den direkten Kontakt zum Menschen. Immer wieder melden Spaziergänger, dass sie ein Eichhörnchen regelrecht verfolgt, sich sogar an ihr Hinterbein klammert. „Das ist also kein Zeichen von Tollwut oder einer anderen Krankheit, sondern ein Zeichen von absoluter Hilflosigkeit. Die Eichhörnchen sind schon lange ohne mütterliche Versorgung, sind also wirklich nur Jungtiere, die das machen […] und brauche nun unbedingt Hilfe", weiß Monika Rademacher.

 

Eichhörnchen niemals selbst aufpäppeln

 

Auch wenn Eichhörnchen im ersten Moment sehr zutraulich wirken, ist es wichtig, dass sie in professionelle Hände kommen. Deswegen gibt es Schutzstationen, wie die von Monika Rademacher in Eckernförde. Seit über 12 Jahren betreibt sie die Station und hat schon tausenden Hörnchen das Leben gerettet. Hier werden sie am Anfang Tag und Nacht betreut und dann Stück für Stück wieder ausgewildert. "Wenn man mit Wildtieren arbeitet, dann weiß man vorher, dass irgendwann der Tag des Abschieds naht, meistens eher früher als später. Wenn man sowas nicht kann, dann sollte man damit erst gar nicht anfangen", sagt Monika Rademacher.

 

Catharina Tomm

 

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