Ein Herz für Rehkitze: So schützen die Rehkitzretter Tiere vor dem Mähdrescher-Tod

 

Sie sind ausgestattet mit modernster Technik und einem großen Herz für kleine Rehkitze: Die ehrenamtlichen Helfer der Rehkitzrettung Osnabrücker Land. Ihre Mission: Junge Rehkitze vor dem Tod durch Mähdrescher zu schützen. Denn die kleinen Tiere verstecken sich oft im hohen Gras landwirtschaftlich genutzter Flächen und flüchten nicht, wenn landwirtschaftliche Maschinen anrücken.

 

Im Video sehen Sie, wie so eine Rettungsmission abläuft.

 

Aufwendiger Technik-Einsatz

 

Die Retter sind gut ausgestattet: Mit Drohnen überfliegen sie die Felder, in denen Rehkitze vermutet werden. Die Drohnen sind mit Wärmebildkameras ausgestattet – die können aus einer Höhe von 50 Metern sogar Mäuse im Feld aufspüren. Wird ein Wärmepunkt angezeigt, werden die Helfer an die richtige Stelle gelotst und können die Tiere aufspüren und somit retten.

 

Erfolgreiche Methoden

 

Die Helfer der Rehkitzrettung haben auf diese Weise mehr als 100 Rehkitze in den letzten drei Jahren vor dem Tod bewahrt. Sie hoffen, dass ihre Idee viele Nachahmer findet und so noch mehr Tiere gerettet werden können. In der Vergangenheit wurden schon viele Methoden ausprobiert, um regelrechte Massaker zu verhindern – aber keine ist so erfolgreich wie die der Rehkitzretter.

 

Schockstarre vor Angst

 

Dass die Rehkitzretter überhaupt aktiv werden müssen, liegt an der Natur der Tiere: Während ältere Rehe vor der drohenden Gefahr flüchten, verfallen junge Tiere aus Angst in eine regelrechte Schockstarre und kauern sich im hüfthohen Gras zusammen – selbst aus nächste Nähe sind sie so kaum auszumachen. Und so ein leider einfaches Opfer für die Klingen der Mähdrescher. Dadurch sterben jährlich etwa 100.000 Rehkitze.

 

Deutschlandweite Initiativen

 

Nicht nur im Osnabrücker Land sind viele Helfer im Einsatz, um den Wildtieren einen qualvollen Tod zu ersparen. HIER gibt es eine Übersicht über Reh-Retter in ganz Deutschland.

 

Jan Flemming / Daniel Kandora

 

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