Handicap Dolls: Warum diese Puppen Magensonden oder Orthesen haben

 

Auf den ersten Blick sehen sie aus wie normale Puppen, auf dem zweiten Blick entdeckt man, dass sie besonders sind: Sie haben alle ein Handicap. Eine Tagesmutter aus Grafhorst hatte die Idee zu den Handicap Dolls – inspiriert durch ihr Tageskind. Wie die Handanfertigungen aussehen und was ein kleiner Junge zu seiner ganz individuellen Puppe sagt, sehen Sie im Video.

So kam der Tagesmutter die Idee


Nicole Sarripapazidis betreut seit zweieinhalb Jahren ein geistig schwerstbehindertes Kind. Als der Junge eine Magensonde bekommt, näht Nicole ihm einen speziellen Babybody, um besser an die Sonde zu gelangen und sie besser reinigen zu können. „Während der Herstellung kam mir dann die Idee: Gibt es überhaupt individuelle Puppen mit Behinderung und Handicap?“

 

Die Puppen sollen Berührungsängste abbauen


Das Nähen hat sich die 39-Jährige selbst beigebracht - dank kleiner Erklärvideos hat sie seit Oktober bereits 15 individuelle Puppen genäht und dafür zwei Preise gewonnen. Mit den Handicap Dolls möchte Nicole Sarripapazidis den Kindern aber nicht nur einen neuen Freund und neues Selbstbewusstsein schenken, sondern auch gesunden Kindern die Berührungsängste nehmen. Ihr neustes Projekt ist deshalb eine Aufklärungspuppe mit verschiedenen Handicaps, mit der sie Kindern spielerisch Berührungsängste nehmen möchte. 

 

Jenny Richter/ Pia Lindenberg

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