Gewalt gegen Rettungskräfte: Was ein betroffener Feuerwehrmann dazu sagt


Gewalt und Behinderungen von Rettungskräften nehmen immer weiter zu. So auch am vergangenen Sonntag, als ein Feuerwehrmann in Appen im Kreis Pinneberg dem Anschein nach absichtlich von einem Autofahrer angefahren wurde.


Was der Feuerwehrmann zu dieser Ungeheuerlichkeit sagt, das sehen Sie im Video.


Feuerwehrmann gibt Kommando - Rentner reagiert nicht


Rückblick: Eine Kreuzung an der Wedeler Chaussee in Appen muss wegen einer Ölspur gesperrt werden. Ein 77-jähriger Autofahrer ist offensichtlich zu ungeduldig und wird gestoppt, als er über die Gegenfahrspur und an mehreren wartenden Fahrzeugen sowie an einem Feuerwehrmann vorbeifahren will. Dieser signalisiert dem Fahrer mit einem deutlichen Handzeichen, dass die Kreuzung vollgesperrt ist, woraufhin das Auto jedoch nicht langsamer wird und sogar das Knie des Feuerwehrmannes touchiert.


Feuerwehrmann kann sich nur mit einem Sprung retten


Der Feuerwehrmann klärt den Fahrer trotz der Missachtung seines Handzeichens nochmal persönlich über die Situation und die damit verbundene Vollsperrung auf und geht danach zurück in Richtung der Kreuzung – im Glauben, sich nun verständlich genug ausgedrückt zu haben. Die Nachricht ist bei dem Fahrer jedoch immer noch nicht angekommen, da dieser im Anschluss erneut in Richtung Kreuzung und auf den Feuerwehrmann zu fährt - so, dass dieser sich nur noch mit einem Sprung auf die Motorhaube retten kann.


Strafantrag und Fassungslosigkeit


Zwar kann der Feuerwehrmann trotz eines dicken Knies noch am selben Tag im Dienst bleiben, die Fassungslosigkeit der vergangenen Minuten überwiegt jedoch. Beleidigungen und Missachtungen von Absperrungen seien normal, eine derartige Gewalt gegen Einsatzkräfte hätten jedoch eine ganz andere Qualität, heißt es aus Kreisen der Feuerwehr. Der betroffene Feuerwehrmann hat nun Strafantrag gestellt.

Thomas Jell / Kai Bülter

Mag ich