Gefangen auf einer Insel: Forscher sitzen auf Helgoland fest

 

Sechs Wissenschaftler sind im letzten Jahr für ein Forschungsprojekt nach Helgoland gezogen. Das Projekt ist bereits seit dem 15. Juli beendet - doch sie sitzen noch immer auf der 1.200 Einwohner-Insel fest. Schuld ist wie so häufig in letzter Zeit: Corona. Helgoland ist bisher noch frei von aktiven Corona-Fällen geblieben, aber in der Heimat der Wissenschaftler sind die Fallzahlen so hoch, dass sie nicht einreisen können.

Mittlerweile fühlen sich die Forscher aber fast schon ein bisschen heimisch – mehr dazu im Video.

 

Stipendien für Meeresforscher

 

Die diesjährigen Meeresforscher kommen u.a. aus Kenia, Ecuador, Vietnam und den Philippinen. Bei dem diesjährigen Forschungsprojekt untersuchen die Wissenschaftler, wie sich Lärm auf Plankton auswirkt. Die japanische Nippon-Stiftung, das Konsortium der großen ozeanographischen Forschungsinstitutionen weltweit, kurz POGO (Partnership for Observation of the Global Oceans) und das Alfred-Wegener-Institut ermöglichen jedes Jahr zehn Stipendiaten aus aller Welt ein zehn monatiges Forschungsprojekt auf Helgoland.

 

Bisher keine Corona-Fälle auf Helgoland

 

Auf der eintausend-Einwohner-Insel herrschte zwei Monate komplette Isolation. Ein- und Ausreise waren nicht erlaubt. " Wegen Corona konnten wir die Insel während der Frühjahrs-Ferien nicht verlassen. Aber das war eigentlich ganz gut so: Ein- und Ausreise waren verboten - und so waren wir hier sicher", erzählt Gabriel Akoko, einer der Wissenschaftler, im RTL-Interview.

 

Franziska Starck

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