„Für Elise" statt „Ding, Dong“ – Wie ein Musikprofessor den Schulgong revolutionieren will

 

Wie lange es auch her sein mag, dass Sie die Schulbank gedrückt haben – an den guten, alten Schulgong kann man sich wohl sein ganzes Leben lang erinnern. Doch das grelle, hilflos-melodische Geräusch, das Schüler in die Pause oder zurück in den Klassenraum schickt, soll in Zukunft ein bisschen ausgefallener klingen. Zumindest wenn es nach Musikprofessor Robert Leonardy geht.
Er will doch tatsächlich den „klassischen“ Gong durch klassische Musik austauschen. Das kurze Hörerlebnis solle Schülern eine Freude machen, sie motivieren und sie in stressigen Situationen beruhigen, meint Leonard.


Wie es klingen könnten, wenn Beethoven und Bach an Deutschlands Schulen künftig den Ton angeben und wie Schüler sich stattdessen den perfekten Gong vorstellen, das sehen Sie im Video.


Wir haben uns an einer Kieler Gesamtschule mal umgehört und die Meinungen zu dem musikalischen Gong gehen dort ganz schön weit auseinander. „Das könnte den Schultag echt bereichern“, sagen die einen. Die anderen Fragen nur skeptisch nach dem „Warum?“. Viele Schüler finden das Konzept grundsätzlich gut, sind von klassischer Musik aber nicht sehr angetan.


Demnächst startet Testphase an Kieler Schulen


Den Musikgeschmack aller Schüler und Lehrer zu treffen, dürfte bei dieser an sich witzigen Idee in der Tat schwierig sein. Doch Schleswig-Holsteins Schulministerin Karin Prien wurde bei dieser Idee hellhörig. Zusammen mit Professor Leonardy will sie interessierten Schulen demnächst einen Test ermöglichen.

Wir sind gespannt, was es demnächst an den Schulen im Norden so zu hören gibt.


Kai Bülter/ Lorraine McIlvenny

„Für Elise" statt „Ding, Dong“ – Wie ein Musikprofessor den Schulgong revolutionieren will
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