Frostige Tage: Das hat es mit den „Eisheiligen“ auf sich

 

In den letzten Wochen hat uns das Wetter mit traumhaften Frühlingstemperaturen und viel Sonne verwöhnt. Doch seit einigen Tagen herrscht besonders abends eine eisige Kälte. Dafür sind nach einer jahrhundertalten Bauernregel die sogenannten „Eisheiligen“ verantwortlich. Für Landwirte und Hobbygärtner sind diese Maitage essentiell, denn erst nach diesen kalten Tagen sollte die Saat gepflanzt werden.

 

Wie ein Obstbauer aus Hamburg-Neuenfelde seine empfindlichen Apfelblüten vor den Eisheiligen schützt, zeigen wir Ihnen im Video.

 

Was sind die Eisheiligen?


Bei den Eisheiligen handelt es sich um ein jahrhundertelang beobachtetes Wetterphänomen im Mai, das bis ins frühe Mittelalter zurück geht. Normalerweise ist es Anfang Mai in Mitteleuropa schon recht warm. Doch die milden Temperaturen stürzen durch kalte Polarluft immer wieder in die Tiefe. An diesen Tagen sind die Nächte sternenklar und es kommt häufig zu Frost. Deshalb sollten Pflanzen erst nach den Frosttagen gepflanzt werden.

 

Woher kommt der Mythos?


Die Tage der Eisheiligen finden je nach Region an drei bis fünf Tagen im Mai statt. Bei uns im Norden leitete am Montag der Heilige „Mamertus“ die Kältephase ein und mit der „Kalten Sophie“ am Freitag soll sich das Wetter dann endgültig stabilisieren. Danach gibt es nach der alten Bauernregel keine Gefahr mehr Frost und somit für die Pflanzen.

 

Vanessa Fritz / Malena Menezes

 

 

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