Warum Niedersachsen auf grüne Hausnummer setzt

 

Sie stehen für besonders energieeffiziente Wohnhäuser und nachhaltige Bewohner: Grüne Hausnummern. Diese ganz besondere Auszeichnung gibt es bereits seit vier Jahren - durch die aktuelle Klimadiskussion rücken sie nun aber bundesweit in den Fokus. In vielen Landkreisen in Niedersachsen gibt es sie schon.

Im Video sehen Sie, wie ein Hausbesitzer aus Ritterhude sein Haus umweltfreundlich umgestaltet hat. 

 

Knapp 850 Häuser sind „grün“

 

Das Dach vielfach dämmen, Fenster und Türen erneuern, Dreifachverglasung und eine Lüftungsanlage – so kann eine energieeffiziente Umrüstung aussehen. Holger Kunkel aus Ritterhude im Landkreis Osterholz hat sich vor fünf Jahren an diese aufwändige und kostspielige Sanierung gewagt und wurde mit einer grünen Hausnummer belohnt. Er ist einer von mittlerweile 850 grünen Hausbesitzern Niedersachsens.

 

Warum grüne Hausnummern?

 

Seit 2016 gibt es die Schilder bei uns. Ins Leben gerufen wurde die Kampagne von der „Klimaschutz und Energieagentur Niedersachsen“. Für eine grüne Hausnummer muss man einiges tun, wie Dominik Vinbruck aus dem Landkreis Osterholz im RTL Nord-Interview erzählt: "Es kommt darauf an, dass mein Haus nur noch eine bestimmte Menge an Energie pro Quadratmeter verbraucht. Maximal 115 Kilowatt- Stunden pro Jahr und Quadratmeter oder aber ich habe beim Altbau drei bestimmte Einzelmaßnahmen gemacht. Wie zum Beispiel die Fenster ausgetauscht, die Gebäudehülle gedämmt und das Dach gedämmt." Der Umbau bietet nicht nur Vorteile für die Umwelt, sondern kann auch zur Senkung von Energiekosten führen.

 

Eine Investition für die Zukunft

 

Noch kann sich allerdings nicht jeder so eine Sanierung leisten. Holger Kunkel hat beispielsweise 175 000 Euro in die Modernisierung seines Haus gesteckt. Er hofft, dass auch der Bund irgendwann grünes Licht gibt, für steuerliche Erleichterungen oder Zuschüsse.

 

Anna Böker/ Jenny Richter

 

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