Erstmals seit 30 Jahren: Kein Wacken Open Air

 

Es ist ein beschauliches kleines Dorf in Schleswig-Holstein, das einmal im Jahr zur Pilgerstätte des Heavy Metal wird. Jahr für Jahr kommen Musikgrößen wie Ozzy Osbourne, Rammstein oder auch Deep Purple zum Festival und bringen die Massen zum Toben. Jetzt heißt es seit 30 Jahren auf Grund von Corona erstmals: Kein Wacken Open Air.

 

Wie die Stimmung bei den Bewohnern in der Gemeinde ist, sehen Sie im Video.

 

„Das war schon sehr emotional“

 

Thomas Jensen, Gründer des Wacken Open Airs, hat auf seinem Festival schon viel erlebt. Doch damit hat er nicht gerechnet – Corona macht dem Wacken-Festival in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung. „Das war schon sehr emotional. Wir haben auch viele Zuschriften gekriegt, viele haben sich bei uns gemeldet, seien es jetzt Wackener, seien es Bands der ganzen Welt und vor allem von unseren Fans und wir wissen noch gar nicht so richtig, was wir in drei Monaten machen, was das mit uns machen wird“. Ganz glauben mag es Jensen noch nicht, die Planungen für das Open Air liefen bereits auf Hochtouren. Trotzdem heißt es für den Initiator und sein Team bereits jetzt: „Aufstehen und jetzt konzentrieren wir uns auf das Festival 2021.“

 

„Daran hat sich wieder gezeigt, wie die Metal-Szene zusammenhält“

 

Der Ausfall trifft vor allem das Herz von knapp 80.000 jährlichen Festival-Besuchern. Jensen zeigt sich dennoch begeistert von deren Reaktion und spricht von einer Welle der Solidarität: „Daran hat sich gezeigt, wie stark diese Metal-Szene zusammenhält, das ist eine große Family“. Dass die Szene eine Familie ist, zeigt sich auch an Jensens Aktion. Er erstattet trotz offensichtlichen wirtschaftlichen Folgen allen Fans die Tickets zurück und hofft auf ein großes Wiedersehen des Metals im nächsten Jahr. 

 

Karsten Krönke / Jakob Silvester Schmidt

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