Ein kurzes Leben lebenswerter machen: Das erlebt eine Hospizhelferin bei ihrer Arbeit

 

Anja Birkmann ist gelernte Arzthelferin. Doch seit September letzten Jahres widmet sie sich einer ganz besonderen Aufgabe: Sie besucht kranke Kinder im Kieler St. Antoniushaus und begleitet sie auf ihrem schweren Weg.

 

Im Video zeigen wir, wie Anja Birkmann ihre Arbeit erlebt – und warum sie auch mit Unverständnis zu kämpfen hat.

 

Arbeit mit kleinen Patienten

 

Als Anja Birkmann die knapp 2 Jahre alte Mareen das erste Mal besucht, gibt es vieles, was ihr Respekt einflößt: „Zweifel, ob ich das könnte, hatte ich gar nicht. Aber Unsicherheit vor den Geräten und den Schläuchen, das hatte ich.“

 

Mareen kann ohne Unterstützung nicht alleine atmen und nicht alleine schlucken. Sie wird durch eine Sonde ernährt. Ihre Lunge ist schwer geschädigt – immer wieder sammelt sich Schleim, den sie alleine nicht abhusten kann. „Lebensverkürzend“ nennt man solch ein komplexes Krankheitsbild. „Mareen ist ein Babyklappenkind und wurde mit komplexen Mehrfach-Behinderungen geboren. Bei uns lebt sie seit Juni 2019 und ist seit ihrer Aufnahme schon stabiler geworden“, erzählt uns Katrin Rohde. Sie ist pädagogische Fachbereichsleiterin im St. Antoniushaus Kiel.

 

Ausbildung zur „Familienbegleiterin in der ambulanten Hospizarbeit“

 

Ein halbes Jahr lang hat sich die 48-jährige Anja Birkmann aus Flintbek im Kreis Rendsburg-Eckernförde ausbilden lassen - zur „Familienbegleiterin in der ambulanten Hospizarbeit“ – Um Kinder und Jugendliche zu begleiten, deren Lebenszeit in Kürze endet, aber auch Kinder, deren Eltern lebensbedrohlich erkrankt sind. Alle Informationen zur Ausbildung und zur Arbeit im Hospiz finden Sie hier: https://www.hospiz-initiative-kiel.de/

 

Camilla von Elm / Katrin von Danwitz

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