Ein Hype, der nicht high macht - was können Hanfprodukte wirklich?

 

Hanf liegt voll im Trend, aber nicht als berauschende Droge, sondern als CBD. Das gibt es zum Beispiel in Schokolade, Bonbons, Gesichtscreme oder Tropfen.

 

Wie die Produkte aussehen und welche erstaunliche Wirkung CBD haben soll, zeigen wir im Video.

 

Hanfanbau ist eigentlich verboten

 

Landwirt Jan Heißmann aus Hamburg-Harburg erntet mit seinem Hanffeld regelmäßig verwunderte Blicke von Spaziergängern. Eigentlich ist das Anbauen von Hanf nämlich verboten. Die Pflanzen von Bauer Heißmann enthalten aber kein THC (Tetrahydrocannabinol), das ist der Stoff, der Cannabis seine rauschhafte Wirkung verleiht. Deshalb wurde ihm der Hanfanbau von den Behörden genehmigt. „Hanf ist immer im Verruf und das Gute kennt eigentlich keiner“, erklärt der Landwirt. Bei ihm geht es um den Inhaltsstoff CBD, Cannabidiol. Daraus fertigen große Produzenten CBD-haltige Produkte.

 

Was geht mit Hanf?

 

Die Pflanze ist vielfältig einsetzbar: Sie lässt sich nicht nur zu Kosmetika oder Nahrungsmitteln verarbeiten, sondern kann zum Beispiel auch als Dämmmaterial genutzt oder als Einstreu für Pferde verwendet werden, die durch Hanf ein schöneres Fell bekommen und ruhiger werden sollen. Auch in Sachen Klimaschutz kann Hanf einiges: Ein Hektar Hanf soll die gleiche CO2-Bindung haben wir ein Hektar Wald, schwärmt der Hamburger Hanf-Unternehmer Siegfried Weckler. Er betreibt gemeinsam mit Landwirt Jan Heißmann das Hanffeld in Hamburg. Die beiden sind begeistert davon, wie unkompliziert der Hanfanbau ist. Die Pflanze schützt sich selbst gut vor Unkraut, so dass sie das Feld nicht spritzen müssen. So seien auf ihrem Hanffeld mehr Insekten und Schmetterlinge unterwegs als auf anderen Feldern.

 

Elena Rosemeyer / Nicole Ide

Hanfernte in Hamburg
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