Eichhörnchen beinahe geköpft, weil Futterhaus zu eng war

 

Im Winter fällt Nagern die Futtersuche besonders schwer. Zum Teil verhindern gefrorenen Böden den Zugriff auf die vorher vergrabenen Nüsse. Da kommt den hilfesuchenden Eichhörnchen ein von Menschen aufgestelltes Futterhaus genau richtig. Aber nicht, wenn es sich um eine Fehlkonstruktion handelt.

 

Beinahe mit dem Leben gezahlt

 

Das Eichhörnchen suchte nach Nahrung als es das Futterhaus entdeckte. Um an die Nüsse zu kommen, steckte es seinen kleinen Kopf durch die Öffnung. Diese war so eng, dass es stecken blieb. Bei dem Versuch das Köpfchen rauszuziehen, schnitt sich der Nager am Hals auf, denn die Innenwand war mit scharfkantigem Plastik ausgekleidet. Fast wäre der Kopf ganz abgetrennt geworden. Die eigentliche Hilfestelle wurde zur lebensbedrohlichen Falle.

 

Passanten alarmierten Tierheim

Zum Glück entdeckten aufmerksame Passanten den kleinen Nager bevor er sich fast selbst skalpierte und brachten ihn umgehend in das Tierheim Süderstraße in Hamburg. Tierärztin und Tierpflegerin konnten das verletzte Eichhörnchen im OP befreien und die Wunde am Hals versorgen.

 

Nager ist wieder auf den Beinen

 

Inzwischen geht es dem kleinen Patienten wieder gut, wie das Tierheim mitteilte. Die Pfleger päppeln ihn rund um die Uhr mit einer All-inclusive-Verpflegung auf, heißt es im Facebook-Post. Wenn die Wunde vollständig verheilt ist, kann das Eichhörnchen wieder unbeschwert die Natur erkunden und ausgewildert werden.

 

Wer Nagern im Winter helfen will, sollte beim Kauf eines Futterhauses unbedingt auf die Verarbeitung des Materials achten.

 

Melissa Körner

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