Do-it-yourself-Maske: So einfach nähen Sie Ihren eigenen Mundschutz

 

Viele Pflegedienste, Hausärzte oder Zahnärzte schlagen Alarm: Für sie bleiben durch Corona keine Masken übrig. Dabei brauchen sie die dringend für ihren Berufsalltag. Deshalb sind jetzt alle, die gerade viel Zeit haben, gefragt Masken selbst zu nähen und zu Spenden.

 

Das ist gar nicht schwer, wie unsere Reporterin im Video zeigt.

 

Brauche ich überhaupt einen eigenen Mundschutz?

 

Am wichtigsten ist, dass Pflegepersonal, Ärzte und alle anderen Menschen, die in medizinischen Bereichen arbeiten, Schutzmasken tragen. Nur so können sie ihrer Arbeit nachgehen, ohne sich bei Infizierten anzustecken. Damit für Menschen in medizinischen Berufen genügend Masken da sind, sollten Privatpersonen lieber auf selbstgemachte Masken zurückgreifen und keinesfalls die Masken kaufen, die Personen gerade für ihren Beruf so dringend benötigen. Denn bisher gilt auch: Es gibt keine Anordnung, die sagt, dass jeder eine Maske tragen muss. Wer also auch privat einen Mundschutz tragen will, sollte ihn sich am besten nähen.

 

Verringere ich mein Ansteckungsrisiko mit einer selbst gemachten Maske?

 

Selbstgenähter Mundschutz bewahrt den Träger nicht davor, selbst angesteckt zu werden. Das Robert Koch-Institut begründet das damit, dass durch das Tragen einer Schutzmaske die Gefahr steigt, dass andere Sicherheitsmaßnahmen weniger berücksichtigt werden, wie gründliches Händewaschen und genügend Abstand zu halten. Die Gefahr besteht also, dass der Träger sich durch die Maske zu sicher fühlt. Wichtiger bleibt, sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen und anderen Menschen nicht zu nah zu kommen.

 

Welche Vorteile hat ein Mundschutz?

 

Mit einem Mundschutz schützen wir weniger uns selbst, als andere Menschen. Denn wenn die Maske gut sitzt, also Nase und Mund komplett umschließt, können die Tröpfchen, die wir ausatmen, nicht andere treffen, sondern werden von der Maske aufgefangen. Sollten wir also erkrankt sein, vielleicht auch unbewusst, ist die Wahrscheinlichkeit, andere anzustecken, damit geringer. Wichtig ist aber, die Maske regelmäßig zu tauschen bzw. bei mindestens 60° zu waschen, damit mögliche Viren abgetötet werden. Ein anderer Vorteil ist, dass ein Mundschutz davon abhält, sich selbst an die Nase oder den Mund zu fassen und so Krankheitserreger an die Schleimhäute zu bringen. Ein kleiner Infektionsschutz besteht für den Träger also schon. 

 

Juliana Schatzschneider/Mareike Baumert

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