Diese Lagerhallen sind ein Paradies für Schokoliebhaber

 

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit, wo wir doch alle ein bisschen mehr zur Schokolade greifen: Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo eigentlich all die Kakaobohnen ankommen, die wir aus entfernten Ländern der Welt nach Deutschland importieren? Ein wesentlicher Teil findet seinen Weg in den Hamburger Hafen und wird dann bei Chocoholics wie Rohkakaohändler Ralph Gaßner gelagert.

Wie so ein Kakao-Paradies aussieht und was man bei der Lagerung von Rohkakao beachten muss, das sehen Sie im Video.


Noch sind die Kakaobohnen bitter und erinnern wenig an den süß-schmelzenden Geschmack von Schokolade, wenn sie bei Rohkakaohändler Ralph Gaßner in Hamburg Mitte eintreffen. Der Rohkakao hat eine lange Schiffsreise hinter sich, im Herbst noch hingen die begehrten Bohnen in Afrika oder Südamerika an Kakaopflanzen. Und jetzt, kurz vor Weihnachten, hat die heimische Kakaoindustrie Hochkonjunktur.


Zwischenstopp der Schokolade: Das süße Geschäft des Bohnenhändlers


Doch das Geschäft mit der süßen Kakaolust ist ganzjährig lukrativ, weiß auch Gaßner, der sich mit seinem Unternehmen Quast & Cons auf die Lagerung und Behandlung von Rohkakao spezialisiert hat. In seinen Lagerhallen am Kleinen Gasbrook warten bis zu 12.000 Tonnen Kakaobohnen darauf, einmal zu Schokoweihnachtsmännern und anderen Leckereien weiterverarbeitet zu werden. „Besonders mit den Edelbohnen handele ich gerne, die sind rund dreimal so teuer wie die herkömmlichen.“, sagt Gaßner.


Nicht nur die Händler haben Lust auf Kakao


Die deutsche Süßwarenindustrie hat in diesem Jahr für die Weihnachtszeit rund 151 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und Weihnachtsmänner hergestellt. Das sind immerhin 4 % mehr weihnachtliches Schoko-Angebot als noch im vergangenen Jahr, wie aus einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. hervorgeht. Für jeden Verbraucherwunsch gibt es das passende Produkt. Sei es mit zartschmelzender Milchschokolade, weißer Schokolade, mit Pralinen gefüllt oder mit hohem Kakaogehalt. All das in den verschiedensten Größen, Motiven und Formen. Die Deutschen haben also Lust auf Schokolade, und auch im Kakao-Mekka Hamburg kommt das braune Gold richtig gut an. Wussten Sie zum Beispiel, dass das berühmte Hachez Chocoversum in der Speicherstadt pro Jahr rund 32 Tonnen Schokolade verbraucht?


Christo Tatje/ Lorraine McIlvenny

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