Die MHH sucht dringend geheilte Corona-Patienten

 

Die Pandemie breitet sich bei uns im Norden immer weiter aus und mit ihr auch die Angst. Wie bereits seit Wochen bekannt, müssen vor allem Schwerkranke und Gefährdete aus Risikogruppen besonders aufpassen und jeglichen Kontakt vermeiden, zumindest bis es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt, sagt der Staat. Die Medizinische Hochschule Hannover hat nun eine Idee diesen Prozess auf eine andere Art und Weise zu beschleunigen.

 

„Wir wollen von den Geheilten Plasmaspenden gewinnen und dieses Plasma zunächst Schwerkranken und leicht Kranken aus Risikogruppen verabreichen.“

 

Denn die geheilten COVID-19-Patienten haben auch im genesenen Zustand die Verteidigungssysteme und Antikörper im Blut, die ein gesunder Mensch braucht, um immun gegen das Corona-Virus zu sein. Die Antikörper aus dem Blut setzten sich auf das Virus, sodass es keine weiteren Körperzellen infizieren kann und somit den Ausbruch des Virus im Körper stoppt. Dieses Behandlungsverfahren der Mediziner Axel Haverich und Rainer Blasczyk der MHH, könnte ein Schlüsselelement im Kampf gegen die gesellschaftliche Ausbreitung von Corona sein.Außerdem kann es die Zeit, bis es einen endgültigen Impfstoff gibt,überbrücken.

 

Hoffnung auf zahlreiche Spenden

 

Jetzt hoffen die beiden Mediziner Haverich und Blasczyk auf möglichst viele Plasmaspenden von genesenen COVID-19-Patienten. Denn je nach Spendenmenge können nicht nur Risikogruppen geschützt werden, sondern auch Menschen, die einen Beruf ausüben, der die Gesellschaft in der Krise am Leben hält.

 

Therapiemethode noch nicht genehmigt

 

Die tatsächliche Anwendung der neuartigen Therapie gegen das Corona-Virus steht allerdings noch auf der Kippe, denn noch liegt weder eine Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamts vor, noch eine Zulassung der Arzneimittelbehörde des Bundes. Die besagt, dass das gewonnene Plasma als Medikament angewendet werden darf. Ein Lichtblick ist jedoch die enge Zusammenarbeit zwischen der MHH und den Gesundheitsämtern, die Corona-Patienten den Kontakt der Medizinischen Hochschule Hannover vermitteln, damit möglichst viele Spenden zustande kommen.

 

Bitte helfen Sie

 

Wenn auch Sie bereits an dem Virus erkrankt waren und dem Schutz anderer beitragen möchten, können Sie sich unter der Telefonnummer 08 00 532 532 5 oder per E-Mail unter RKP-Spende@mh-hannover.de melden.

 

Pia Schmücker

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