Masken-Tutorial: So tragen Sie Ihren Mund-Nasen-Schutz richtig

 

Die Nähmaschinen rattern im Norden. Wer mit Nadel und Faden umgehen kann, hat oft nur noch eine Mission: Masken, die vor einer möglichen Corona-Infektion schützen. Auch Maike Schwenn aus Prasdorf in Schleswig-Holstein ist begeisterte Hobbynäherin und hat uns Masken für unser Tutorial bereitgestellt.

 

Im Video sehen Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Sie die sogenannten Alltagsmasken richtig aufsetzen. Brillenträger sollten unbedingt Schritt 5 beachten.

 

WO muss ich die Maske denn tragen?

Die Maskenpflicht gilt im Einzelhandel, auf Wochenmärkten, in Bus und Bahnen sowie in Alten- und Pflegeheimen. Wer zum Beispiel nur spazieren geht, braucht KEINE Maske. 

 

WELCHE Maske soll ich denn tragen?

Das Robert Koch-Institut empfiehlt Stoffmasken für Mund und Nase. Auch selbstgenähte Masken können genutzt werden. Genauso wie Einwegmasken - die kennen viele vom Zahnarzt. Die speziellen FFP-Masken schützen zwar besser, sollten allerdings nicht gekauft werden, da sie Mangelware sind und in Krankenhäusern gebraucht werden.

 

WO bekomme ich Masken her?

 

Weder in Hamburg noch Schleswig-Holstein werden Masken ausgeben - Bürger müssen sich selbstständig versorgen. Hier können Sie sich die Masken organisieren: 

  • Apotheken und Baumärkte
  • Schneider und Textilhersteller
  • Lokalinitiativen und Vereine
  • Hören Sie sich im Bekanntenkreis um, wer jetzt privat näht
  • Falls Sie Masken online kaufen, achten Sie auf seriöse Bewertungen
  • Am praktischsten bleibt natürlich: Do it yourself!


WIE soll ich meine Maske reinigen?

 

Damit die Masken nicht selbst zu Virenschleudern werden, sollten Sie nur an den Bändern angefasst und täglich gereinigt werden. Stoffmasken am besten bei mindestens 60 Grad waschen, alternativ können Sie auch fünf Minuten lang gekocht werden oder so heiß wie möglich gebügelt werden. Einwegmasken nach dem Tragen lieber wegschmeißen, wegen des Mangels, ist es aber auch möglich, Sie bei 70 Grad im Backofen für eine halbe Stunde zu reinigen.

Masken schützen übrigens nicht uns selbst, sondern andere vor einer Tröpfcheninfektion. Es geht also um Solidarität und damit die Möglichkeit in den Alltag zurückzukehren.

 

WORAUF muss ich als Brillenträger achten?

 

Der ein oder andere wird die Situation schon kennen: Beim Ausatmen wird der warme Atem von der Maske direkt unter die Brillengläser geleitet, sodass diese andauernd beschlagen. Mit diesen Tipps sollte das lästige Beschlagen der Vergangenheit angehören:

 

1. Ein Drahtbügel sorgt für optimalen Halt

 

Wie im Video abgebildet, ist es besonders bei Brillenträgern sehr wichtig, dass die Maske über der Nase gut schließt und nicht zu weit ist. Um den Halt der Maske zu optimieren, hilft es, an der oberen Seite einen Draht einzunähen. Der Draht kann so an die Nasen- und Wangenpartie angepasst werden, dass sie perfekt abdeckt und auch die Brille nicht mehr beschlägt.

 

2. Brillengläser mit Spülmitten reinigen

 

Schon bevor Sie zum Einkaufen gehen oder mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren, können Sie dafür sorgen, dass Ihre Brille nicht mehr beschlägt. Spüli hilft! Polieren Sie die Gläser mit mildem Spülmittel ohne Alkohol. Waschen Sie die Brille danach NICHT mit Wasser ab.  Denn das Spülmittel nimmt den Brillengläsern die Oberflächenspannung und sorgt somit dafür, dass sich der Atem auf den Gläsern nicht absetzen kann.

 

3. Anti-Beschlag Spray

 

Es gibt sie im Drogeriemarkt nebenan, beim Optiker einige Straßen weiter oder auch im Internet: Die Anti-Beschlagsprays, auch Antifog-Sprays genannt. Sie funktionieren ähnlich wie das Spülmittel - und sorgen dafür, dass der Wasserdampf keinen Halt auf den Brillengläsern findet und Sie somit trotz Maske immer eine klare Sicht haben.

 

Alisha Elling / Antonia Giese / Janet Ghotoyian

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