Die Ära der Hamburger Karaoke-Bar Thai Oase droht zu enden

 

Von der Reeperbahn, dem Beatles-Platz und der Großen Freiheit haben schon viele Menschen, weit über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus, gehört. Der Kiez auf St. Pauli ist weltweit bekannt und auf dem Kiez kennt wohl jeder passionierte Hobbysänger die wohl beliebteste Karaokebar Norddeutschlands – die „Thai Oase“. Sie ist ein echtes Hamburger Urgestein, die nun schon seit 21 Jahren ihre Türen öffnet. Doch seit Mitte März wurde hier kein einziger, der 1.800 Songs mehr gesungen. Denn wie viele andere Bars, ist auch die Thai Oase seitdem geschlossen. Aufgrund der Corona-Krise steht die Kult-Bar kurz vor dem Aus.

 

Kommt jetzt die Rettung in letzter Not?

 

Obwohl die Bar unter Vorlagen wiedereröffnen dürfte, lohnt es sich für den Betreiber Dan nicht: „Weil wir so eine kleine Bar haben, darf keiner vorne an der Bar sitzen. Tanzflächen dürfen nicht besetzt werden, laute Musik können wir auch nicht machen“. Somit ist auch die Thai-Oase, wie viele andere Bars, von der Corona-Krise schwer gezeichnet. „Wir haben echt Probleme, wir haben keine einzige Einnahme. Wenn das nicht gelockert wird, sind wir irgendwann nicht mehr da“, so Betreiber Dan. Das Ende der Hamburger Traditionsbar ist für den Männerchor „Die Hamburger Goldkehlchen“ keine Option. Denn zu der Entstehungsidee des erfolgreichen Hamburger Chors, dessen Song „Moin Moin Hamburg“ mittlerweile als Hamburger Hymne gilt, kam es beim gemeinsamen Trällern in der Thai Oase. Um ihr ganz persönliches Kulturgut zu retten, haben die Goldkehlchen eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

 

#oasebleibt

 

Die mit dem Hashtag versehene Aktion #oasebleibt läuft gut an. Um das Spenden für den Erhalt der Karaokebar noch etwas schmackhafter zu machen, gibt es je nach Betrag zum Beispiel T-Shirts oder Pullover mit dem beliebten Thai Oasen Logo, eine „Thai Karma Segnung“ oder einen Platz auf der Wall of Fame in der Oase selbst. Noch bis zum 30.06.20 haben auch Sie die Chance einen Teil zur Rettung der Kultkneipe beizutragen und hoffentlich schon bald wieder laut, schief und voller Leidenschaft ins Mikrofon zu singen.

 

Pia Schmücker

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