Deutschlands ältester Zirkus-Affe

 

So geht es Robby zu Hause in Wietzendorf


Erinnern Sie sich noch an Schimpanse Robby? Im November vergangenen Jahres hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden, dass der Affe bei seinen Haltern im Circus Belly aus Wietzendorf bleiben darf.

Jahrelang hatten Tierrechtler dafür gekämpft, dass der Schimpanse in eine Auffangstation zu seinen Artgenossen kommt.

Unsere Reporterinnen Grit Gadow und Kim Umlauf haben Robby und den Zirkusdirektor nun besucht und zeigen Ihnen im Video, wie es dem ungewöhnlichen Ziehvater- und Sohn-Gespann heute geht.

Langer Rechtsstreit


Nach einer massiven Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA hatte der Landkreis Celle 2015 verfügt, dass Schimpanse Robby den Zirkus verlassen und in eine Auffangstation kommen soll. Gegen diese vom Landkreis angeordnete Abgabe des Affen hatte der Zirkusbetreiber Klage eingereicht.

Im November vergangenen Jahres entschied das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg, dass Robby seinen Lebensabend nicht mit Artgenossen sondern unter Menschen im Zirkus verbringen soll. Nicht, weil Affen grundsätzlich im Zirkus etwas zu suchen hätten, sondern weil eine Resozialisierung bis zu dreieinhalb Jahre dauern könnte und Robby wegen seines Alters bei dieser Eingewöhnungszeit sehr leiden könnte.

Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. Der Besitzer des bundesweit wohl letzten Menschenaffen in einem Zirkus musste daher das seit über 40 Jahren bei ihm lebende Schimpansenmännchen nicht an eine entsprechende auf die Resozialisierung von Schimpansen spezialisierte Einrichtung abgeben.


Quellen: RTL Nord, dpa

Schimpanse Robby in Wietzendorf
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