Angemessen oder übertrieben? Polizei löst Sitzblockade mit Schmerzgriffen auf


Was darf die Polizei und was darf sie nicht? Seit die Hamburger Polizei am Freitag eine unangemeldete Sitzblockade am Rande der großen „Fridays for future“-Demonstration unter Einsatz von sogenannten "Schmerzgriffen" aufgelöst hat, diskutiert der Norden. Angemessen oder übertrieben?

Um welche Griffe es genau geht und was ein Beteiligter dazu sagt, sehen Sie im Video.

Die Bilder waren in den sozialen Netzwerken hochgeladen worden und zeigen, wie die Beamten Demonstranten in die Mangel genommen hatten – schmerzhaft, wie Aktivist Marten Olsen, einer der Initiatoren der Blockade-Aktion an der Binnenalster, berichtet. „Aus unserer Sicht wurde viel zu hart durchgegriffen,“ so der Sprecher der Initiative „Sitzenbleiben!“

Beamte müssen unangemeldete Blockade räumen

Ihnen sei es auch um den Klimaschutz gegangen, behaupten die Initiatoren. Doch anders als die mehr als 70.000 friedlichen Demonstranten wählten die rund 200 Blockade-Teilnehmer das Mittel des zivilen Ungehorsams. Unangemeldete Demonstrationen wie diese muss die Polizei beenden. Zunächst jedoch kommt es zu mehreren Aufforderungen über Lautsprecherwagen.

Polizei verteidigt sich via Twitter


Mit einem Twitter-Eintrag verteidigt die Hamburger Polizei ihr Vorgehen. Sie betont dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen und vor allen Dingen die vorangegangene Kommunikation mit den Blockadeteilnehmern, bevor es zur Räumung gekommen ist. Detaillierter wollte die Polizei sich heute nicht zum Vorgehen äußern. Die Diskussion um die Video-Ausschnitte, sie wird weitergehen. Und damit auch der Streit zwischen den Blockade-Teilnehmern und denjenigen, die das Gesetz auf der Straße durchsetzen müssen.


Bastian Vollmer / Kathrin Bensemann

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