Elbschlosskeller auf St. Pauli - Eine Kneipe als Heimat der Heimatlosen


Der Elbschlosskeller auf Hamburg-St. Pauli ist legendär: Die Kneipe hat immer geöffnet, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, seit fast 70 Jahren. Und die Kiez-Kneipe auf dem Hamburger Berg ist mehr als nur eine Bar, sie ist Heimat für die Heimatlosen. Unsere Reporterin Jana Schubert hat eine Schicht im Elbschlosskeller verbracht - warum es die wohl härteste, aber auch sozialste Kneipe der Hansestadt ist, sehen Sie im Video. 

Familienbetrieb im Keller


Der Elbschlosskeller befindet sich auf dem Hamburger Berg, nur wenige Schritte von der Reeperbahn entfernt. Benannt ist die Kneipe nach der ehemaligen Elbschloss-Brauerei in Hamburg-Nienstedten. Daniel Schmidt, der Wirt des Elbschlosskellers, steht seit er 18 Jahre alt ist hinter dem Tresen. Vor ihm war sein Vater der Wirt. Abseits des Elbschlosskellers führt der 34-jährige Daniel Schmidt ein Spießer-Leben, wie er selbst sagt. Er hat ein Haus am Stadtrand und einen siebenjährigen Sohn.

Geschichten für ein ganzes Buch


Der Ruf des Elbschlosskellers ist nicht der beste. Immer wieder kommt es zu Schlägereien und Polizeieinsätzen. Für Daniel Schmidt ist sie aber weder gefährlich noch asozial. Um genau das klarzustellen, hat der Familienvater ein Buch geschrieben. Sein Buch „Elbschlosskeller: kein Roman“ hat er seinen Gästen und verstorbenen Mitarbeitern gewidmet.

Redaktioneller Hinweis: In einer früheren Version des Beitrags wurde der ehemalige Betreiber des „Elbschlosskellers“, Lothar Schmidt, unrichtiger Weise als „Ex-Lude“ bezeichnet. Hierzu stellen wir richtig: Herr Schmidt hat sich zu keiner Zeit als Lude betätigt.


Jana Schubert, Sven Burmeister

Wirt im Elbschlosskeller auf dem Hamburger Berg
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