Das gab es noch nie: DFB genehmigt dem HSV das Abbrennen von Pyro


Der HSV darf am Samstag im Volksparkstadion ganz offiziell Pyrotechnik zünden: Bei der einmaligen Aktion sollen am 8. Februar vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC zehn Rauchköpfe unter Aufsicht einer Fachfirma kontrolliert abgebrannt werden. Damit wollen die Verantwortlichen testen, ob Fans sich mit einer abgespeckten, überwachten Variante einer Pyroshow anfreunden können.

Dem HSV droht keine Geldstrafe

Normalerweise kommt es dem HSV teuer zu stehen, wenn die Fans Pyro zünden. Bei dem Test am kommenden Spieltag muss der Verein aber nicht mit einer Geldstrafe rechnen. Falls durch die Pyrotechnik Schäden entstehen, haftet dafür trotzdem der Verein.

Pyros werden außerhalb des Zuschauerbereichs gezündet

Die Pyro-Artikel können bis zu 2.500 Grad heiß werden und im gedrängten Fanblock zu schweren Verletzungen führen. Deshalb soll der Test außerhalb des Zuschauerbereichs und unter Aufsicht einer Fachfirma stattfinden.

In der Vergangenheit wurde es schon mal richtig teuer

Immer wieder kommt es beim HSV zu hohen Geldstrafen durch den unerlaubten Einsatz von Pyro-Technik im Fanblock. Beim jüngsten Stadtderby gegen den FC St. Pauli im September 2019 hatten HSV-Fans nach DFB-Angaben 35 Bengalische Feuer, mindestens 20 sogenannte Blinker und 26 Feuerwerks- und Knallkörper gezündet. Auch die Pauli-Zuschauer setzten Pyrotechnik ein. Wie hoch die Strafen für die beiden Vereine sein werden, steht noch nicht endgültig fest. Das Verfahren läuft. Mit dem neuen Schritt hofft der Verein künftig die Geldstrafen ganz zu umgehen und seine Fans davon abzuhalten, im Fanblock zu zündeln.

Christo Tatje

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