„Da kommt eine Menge auf mich zu“: Bremens designierter Bürgermeister im Talk

 

Andreas Bovenschulte (SPD) ist in der Bremer Politik kein Unbekannter. Der 53-Jährige war schon Landesvorsitzender seiner Partei, kehrte der Hansestadt dann aber den Rücken, um Bürgermeister in Weyhe zu werden. Seit der Bürgerschaftswahl ist er zurück in Bremen und soll nun Bürgermeister werden.

Im Talk mit Alexander Gurgel erklärt er, welchen Herausforderungen er sich nun stellt.

 

Andreas Bovenschulte, privat

 

Andreas Bovenschulte ist gebürtiger Niedersachse: Im August 1965 in Hildesheim geboren und im Kreis Hildesheim auch zur Schule gegangen, führt ihn das Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 1987 schließlich nach Bremen. Und dort bleibt der 53-Jährige, heiratet und bekommt mit seiner Frau zwei Töchter.

 

Andreas Bovenschulte, politisch

 

Bereits 1984, also mit nicht mal 20 Jahren, tritt Andreas Bovenschulte in die SPD ein. Der Landespolitik nähert er sich immer mehr, als der Jurist zwischen 2004 und 2007 für den Justizsenator als Referent arbeitet. 2007 folgt wieder ein Schritt über die Landesgrenze: Bovenschulte wird erster Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister in der Nachbargemeinde Weyhe. Ab 2010 ist er parallel Landesvorsitzender der Bremer SPD, bis er 2014 Bürgermeister in Weyhe wird und der Bremer Politik den Rücken kehrt.

 

Andreas Bovenschulte, Bürgermeister?

 

2018 lässt sich Andreas Bovenschulte für die Wahl in Bremen aufstellen und wird 2019 in die Bremische Bürgerschaft gewählt, kehrt damit zurück zur Bremer Politik. Doch bei einer einfachen Abgeordneten-Funktion bleibt es nicht: Der Politiker will Fraktionsvorsitzender werden und setzt sich gegen den vorigen Vorsitzenden Björn Tschöpe durch. Schon kurz nach der Wahl steht Bovenschulte aber auch als potentieller Bürgermeister und damit Senatspräsident in den Startlöchern, sollte Carsten Sieling zurücktreten. Und so kommt es dann auch: Nachdem Carsten Sieling den Weg frei macht, wird der 53-Jährige von seiner Partei als Sielings Nachfolger nominiert. Am 15. August wird Andreas Bovenschulte voraussichtlich zum Präsidenten des rot-grün-roten Senats gewählt. 

 

Mareike Baumert

 

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