Corona nach Restaurantbesuch: Was ist in Jheringsfehn passiert?

 

Dem alten Gasthaus in Jheringsfehn im Landkreis Leer sollte endlich neues Leben eingehaucht werden. Doch die Eröffnungsfeier, einer geschlossenen Gesellschaft von Nachbarn und Anwohnern, hat offenbar zur Folge, dass mittlerweile 18 Personen mit dem Coronavirus infiziert sind und bisher 133 Menschen in häusliche Quarantäne geschickt wurden.

 

Was zu dem Corona-Ausbruch geführt haben soll, sehen Sie im Video.

 

Die Zahlen könnten noch steigen

 

Rund 40 Personen sollen am 15. Mai in der Gaststätte einen netten Abend verbracht haben. Dass sich das Virus hier offenbar verbreiten konnte, sieht Landrat Matthias Groote nicht als Hinweis darauf, dass die Hygiene und Abstandsregelungen in der Gastronomie versagt haben könnten: „Das Konzept von Dehoga ist unseres Erachtens ein schlüssiges Konzept, wenn man es auch befolgt, Abstandsregeln bewahrt, somit kritisieren wir jetzt nicht das Konzept." Die Infektionsketten wurde zwar schon nachvollzogen, aber es sei noch unklar, ob nicht doch noch mehr Menschen in Quarantäne müssten.

 

Geldstrafe auch für Gäste?

 

Die Feier kann nun auch finanzielle Konsequenzen haben, sowohl für den Betreiber, der auch positiv auf das Virus getestet wurde, als auch für die Gäste, die an dem Abend dabei waren. Denn nach einem normalen Restaurantbetrieb, der schon seit dem 11. Mai bei 50 Prozent Auslastung in Niedersachsen erlaubt ist, klingen die Beschreibungen der Gäste nicht. Abstandsregelungen wurden offenbar an dem Abend nicht eingehalten. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) findet deshalb klare Worte: „Wer da teilnimmt, dem muss klar sein, dass das seit Wochen untersagt ist und das aus gutem Grund, wie man sieht."

 

Jan Bockemüller / Mareike Baumert

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